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KI-NewsletterAusgabe #405Sonntag · 15. Februar 2026

Realität oder KI? Seedance 2.0 verwischt Grenzen und Codex Spark codet schneller als du scrollst

Jens PolomskiZum Archiv
Worum es geht

Herzlich willkommen zur 166. Ausgabe meines Newsletters! Kölle Alaaf, du Jeck! In Köln geht schon bunt her – und in meinen KI-News steigt das Level direkt mit. Seedance 2.0, GLM 5 und KI-Antworten bei Bing – das ist Karneval im Feed, nur ohne Bützje und mit verdammt gu…

Im Original

Herzlich willkommen zur 166. Ausgabe meines Newsletters!

Kölle Alaaf, du Jeck! In Köln geht schon bunt her – und in meinen KI-News steigt das Level direkt mit. Seedance 2.0, GLM 5 und KI-Antworten bei Bing – das ist Karneval im Feed, nur ohne Bützje und mit verdammt guter Maske. Mein Tipp: Erst zweimal hinschauen, dann „Alaaf” rufen und erst danach teilen. 

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🧔🏻 Mein persönliches Update

Diese Woche gibt es wieder mehr zu berichten: Als HubSpot for Startups Mentor habe ich jetzt die Möglichkeit, mit Gründern und jungen Teams zu arbeiten. Ich freue mich sehr auf die Sessions! 😁

Behältst du bei deinen vielen Tabs im Browser noch den Überblick? Ich nicht. 😅 Durch einen Impuls im snipKI-Team habe ich kurzerhand mit einem Vibe-Coding-Tool die Chrome-Extension „Focus Buddy” erstellt. Die Extension analysiert offene Tabs und gruppiert sie per KI thematisch.

Eine weitere Frage, die mich gerade beschäftigt, ist: Wie viel Zeit verbringen wir pro Tag damit, KI-News und Updates zu verfolgen? Ich bin auf deine Antwort gespannt.

Ansonsten arbeite ich noch an meinem Fazit zu OpenClaw. Noch hat es der Bot viel zu lang geschrieben aber Montag sollte er fertig sein. 😂 

🎧 NewMinds.AI

Es gibt endlich wieder eine neue Folge unseres Podcast. Ich hab mich mit Max mal wieder zusammengesetzt und über die neusten Entwicklungen gesprochen. Mit dabei natürlich OpenClaw, Seedance 2 und vieles weitere. Hier kannst du reinhören. Die nächste Folge wieder mit Gast. 

🥳 Wenn du Vorschläge für Gäste hast, meld dich gern!

💚 Was geht bei snipKI - Die KI-Enablement Company ?

Die nächste Kohorte unseres KI-Führerscheins für Einzelpersonen ist fast voll und wir bauen im Hintergrund fleißig an neuen Formaten. Wenn du noch dabei sein willst, kannst du dich noch bis zum 18. Februar anmelden. 

Ansonsten steht das nächste Webinar an und wir zeigen dir (mit einem tollen Gast) wie du mit KI Contentformate neu erfindest und radikal verwandelst.

Und jetzt viel Spaß beim Lesen.

Wir lesen uns zur nächsten Ausgabe! 😁

Jens

🚀 So unterstütze ich Teams beim Thema generative KI  

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Mein KI-Impuls der Woche

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Seedance 2.0 – Wenn Realität und KI verschmelzen

Vor ein paar Tagen durfte ich Seedance 2.0, das neue Videomodell von ByteDance, testen. Es läuft aktuell nur in China und sorgt schon jetzt für ordentlich Gesprächsstoff. Ich hatte die Clips online gesehen und fand sie beeindruckend. Doch erst beim eigenen Test wurde mir klar, wie nah wir inzwischen an der Grenze zur perfekten Illusion sind. 15 Sekunden KI-generiertes Video inklusive Ton, flüssige Bewegungen, konsistente Szenen und das bei simplen Prompts. Hier gibt es ein paar offizielle Details.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Schatten verrutschen, Gesichter ähneln sich und die deutsche Sprache klingt seltsam. Aber all das tritt in den Hintergrund, wenn man merkt, dass der Unterschied zur Realität für den normalen Zuschauer kaum noch erkennbar ist. Genau das ist der Punkt, der mich beschäftigt.

Wir sprechen hier nicht mehr über kreative Experimente, sondern über ein Medienökosystem, in dem Videos ihren Wahrheitscharakter verlieren. Wenn chinesische Modelle wie Seedance kaum Copyright- oder Urheberrechtsgrenzen kennen, dann steht uns eine globale Herausforderung bevor, die weit über technische Faszination hinausgeht.

Mein erster Eindruck: beeindruckend, beunruhigend und unausweichlich. Die Modelle werden besser – egal, ob wir bereit sind oder nicht. Und genau deshalb sollten wir jetzt anfangen, in unseren Teams, Familien und auch außerhalb der KI-Blase darüber zu sprechen, was das für unsere Wahrnehmung von Realität bedeutet. 

Mein Impuls an dich: Schau dir solche Entwicklungen an, sprich darüber und hilf mit, Medienkompetenz zu stärken, bevor es zu spät ist. 

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Meine KI-Top-News🏆

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Was hat mich diese Woche in Sachen KI begeistert? Hier sind meine Highlights zu Technologien, Trends und Entwicklungen, die du keinesfalls verpassen solltest.

GLM-5: Neuer Maßstab für komplexe Systeme und langfristige Aufgaben

Der chinesische Anbieter ZAI hat mit GLM-5 ein neues Open-Source-Modell veröffentlicht. Bemerkenswert ist weniger die schiere Größe, sondern dass es leistungsmäßig sehr nahe an die aktuell führenden Closed-Source-Modelle heranrückt. In Benchmarks zeigt es vor allem bei langfristiger Planung und strukturiertem Ressourcenmanagement starke Ergebnisse und übertrifft damit seinen Vorgänger deutlich.

Entscheidend ist aus meiner Sicht jedoch die strategische Richtung. Der Fokus verschiebt sich von reiner Textgenerierung hin zu Systemen, die zuverlässig planen, Tools einsetzen und Aufgaben über längere Zeiträume konsistent zu Ende führen. Wenn das stabil funktioniert, wird aus dem Agenten-Hype weniger Prompt-Inszenierung und mehr echtes Prozessdesign im operativen Alltag.

Offen bleibt, wie robust GLM-5 außerhalb von Benchmarks agiert. Hält es in langen Sessions die Struktur, orchestriert es Tools sauber, arbeitet es mit belastbarem Gedächtnis und erkennt rechtzeitig sinnvolle Abbruchpunkte? Am Ende zählen Kosten, Governance und nachvollziehbare Tests im Realbetrieb. Wenn diese Faktoren stimmen, verschiebt sich der Wettbewerb endgültig weg von Parameterzahlen hin zu belastbaren, produktiven Systemen.

OpenAI löst Team für Missionsausrichtung auf

Das Unternehmen hat das Team, das die Unternehmensmission kommunizieren und verankern sollte, aufgelöst und die Mitglieder in andere Bereiche versetzt. Der bisherige Leiter übernimmt als „Chief Futurist“ eine neue Rolle, um die langfristigen Auswirkungen von KI zu untersuchen.

Aus meiner Sicht sendet eine solche Umstrukturierung ein deutliches Signal. Mission und Sicherheit wandern von einer klar sichtbaren Einheit in die Linienorganisation. Das kann im besten Fall die Wirkung näher ans Produkt bringen. Im schlechtesten Fall kann es jedoch die Sichtbarkeit und Verantwortlichkeit verwässern. Ein „Chief Futurist“ klingt nach Weitblick. Die Frage ist nur, wie viel operative Hebelkraft diese Rolle wirklich hat und ob daraus mehr entsteht als Thought Leadership.

Ich würde jetzt darauf achten, ob es klare, öffentlich nachvollziehbare Artefakte gibt und wer dafür verantwortlich ist. Wenn OpenAI hier Transparenz und belastbare Governance nachliefert, kann die Reorganisation sinnvoll sein. Bleibt es vage, wächst der Eindruck, dass Sicherheit zur Kommunikationsaufgabe wird, während das Tempo im Produkt die Taktung vorgibt.

Einführung von KI-Performance in Bing Webmaster Tools

Die Bing Webmaster Tools bieten jetzt Einblicke in die Sichtbarkeit von Inhalten in KI-generierten Antworten. Mithilfe des neuen Dashboards können Website-Betreiber sehen, wie oft ihre Seiten in solchen Antworten zitiert werden und wie sich diese Erwähnungen im Laufe der Zeit verändern.

Ich finde diesen Schritt bemerkenswert, da er erstmals Transparenz in einen Bereich bringt, der für viele bisher eine Blackbox war. Wenn KI-Antworten zunehmend klassische Suchergebnisse ersetzen, benötigen Publisher und Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit zu verstehen und zu bewerten.

Entscheidend wird sein, ob die Daten über reine Zählwerte hinausgehen und zeigen, in welchem Kontext und mit welcher Wirkung die Inhalte erscheinen.

Für die Praxis bedeutet das, dass Inhalte stärker auf Präzision, Struktur und Quellenklarheit ausgerichtet werden müssen. Wer verständlich und überprüfbar schreibt, erhöht die Chance, in generativen Antworten aufzutauchen. Es deutet sich an, dass Suchmaschinenoptimierung künftig weniger mit Schlagworten zu tun haben wird, sondern mehr mit Vertrauen und Zitierfähigkeit.

Einführung von GPT-5.3-Codex-Spark - Speed matters!

OpenAI hat mit GPT-5.3-Codex-Spark eine neue, kleinere Variante von GPT-5.3-Codex als Research Preview veröffentlicht. Das Modell ist erstmals gezielt für Echtzeit-Coding in Codex ausgelegt und steht ausschließlich Nutzern im ChatGPT-Pro-Plan zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht Geschwindigkeit: Mit einer Ausgabe von über 1.000 Tokens pro Sekunde fühlt sich die Interaktion nahezu verzögerungsfrei an. Gerade beim Editieren, Refactoren und Debuggen in kurzen Schleifen ist das spürbar, weil du direkt Feedback bekommst und ohne Unterbrechung weiterarbeiten kannst.

Der Rollout für Pro-Nutzer ist am 12. Februar 2026 gestartet und läuft bereits in der Codex App, der CLI und der VS-Code-Extension. Das Modell bietet ein Context Window von 128.000 Tokens und unterstützt aktuell ausschließlich Text. In Benchmarks liegt es unterhalb des größeren GPT-5.3-Codex-Modells, ist aber klar auf Tempo statt maximale Problemtiefe ausgelegt. Aus meiner Sicht ist das ein sinnvoller Schritt: Nicht immer zählt das stärkste Modell, sondern ein Arbeitsfluss ohne Wartezeit. Wenn du intensiv mit Codex arbeitest, bekommst du hier genau das – maximale Reaktionsgeschwindigkeit im Alltag, während die größeren Modelle ihre Stärken bei komplexeren, länger laufenden Aufgaben ausspielen.

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snipKI Spotlight 😎

Jede Woche posten wir Webinarankündigungen, unsere Lieblingssnips, kurze Umfragen oder stellen unsere snipKI-Autoren vor. Mehr über snipKI erfahren

Content neu gedacht: Von einem Format zu unendlichen Möglichkeiten mit KI

Content ist kein starres Format mehr – mit KI verwandelst du ein Whitepaper in einen Podcast, einen Newsletter in einen Comic oder Kommentare in einen Song.

In unserem Live-Webinar am 25. Februar zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du bestehende Inhalte modular denkst und mit den besten KI-Tools in völlig neue Formate transformierst. 💚

🔥🔥****🔥** PS:** Die bereits dritte Kohorte unseres KI-Führerscheins für Einzelpersonen startet im März. Es sind noch wenige Plätze frei und bis zum 18. Februar kannst du dich noch anmelden. Hier findest du alle Infos (schnell sein lohnt sich).

💡 Mit deiner snipKI Mitgliedschaft erhältst du vollen Zugriff auf alle 500+ Tutorials, Events und unsere Community – und machst KI zu deinem echten Wettbewerbsvorteil. 🚀

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Gut zu wissen 📰

Was passiert sonst noch in Sachen KI? Die folgenden Neuigkeiten zum Thema Künstliche Intelligenz solltest du im Auge behalten.

  • Werbung in ChatGPT – Neuer Testlauf gestartet: OpenAI testet in den USA Werbung in ChatGPT für Nutzer der kostenlosen und Go-Abonnements, wobei Pro- und Bildungskonten werbefrei bleiben. Die Anzeigen beeinflussen nicht die Antworten von ChatGPT und respektieren die Privatsphäre der Nutzer, während sie darauf abzielen, den Zugang zu KI-Funktionen zu unterstützen.

  • Google berichtet über massiven Versuch, AI-Chatbot Gemini zu klonen: Google hat festgestellt, dass über 100.000 Anfragen genutzt wurden, um den AI-Chatbot Gemini zu kopieren, was als "Distillation-Angriff" bezeichnet wird. Die Angreifer, die vorwiegend aus privaten Unternehmen und Forschungseinrichtungen stammen, versuchen, die inneren Abläufe des Chatbots zu entschlüsseln und für eigene Zwecke zu nutzen.

  • Mistral AI investiert 1,4 Milliarden Dollar in Rechenzentren in Schweden: Das französische KI-Startup Mistral AI plant, 1,2 Milliarden Euro in neue Rechenzentren in Schweden zu investieren, um unabhängige KI-Kapazitäten in Europa aufzubauen. Die Infrastruktur wird 2027 eröffnet und soll die nächsten KI-Modelle des Unternehmens unterstützen.

  • Streit um den Markennamen „Flow“ zwischen Autodesk und Google: Autodesk hat Google vor einem Bundesgericht in San Francisco verklagt, da der Konzern den Namen „Flow“ für ein KI-Video-Tool nutzt und damit angeblich Autodesk bereits seit 2022 geschützte Markenrechte verletzt sowie Kunden verwirrt. Laut der Klage hat Google den Namen trotz Zusagen kommerziell verwendet und versucht, über ausländische Markenanmeldungen Rechte zu sichern. Autodesk fordert Unterlassung und Schadenersatz.

  • 315 Millionen Dollar für die Entwicklung von Weltmodellen: Runway hat 315 Millionen Dollar in einer Series E-Finanzierungsrunde erhalten, um die Entwicklung von Weltmodellen voranzutreiben und neue Produkte in verschiedenen Branchen zu ermöglichen. Zu den Investoren gehören General Atlantic, NVIDIA und Adobe Ventures.

  • Open-Source-KI für kommunale Verwaltungen verfügbar: Im Projekt URBAN.KI entwickeln die Hochschule und ihre Partner in Gelsenkirchen KI-Lösungen für Stadtplanung, Mobilität, Klimaschutz, Gebäudemanagement und digitale Verwaltungsprozesse. Diese werden als Open Source zur bundesweiten Nutzung bereitgestellt. Mehr als 130 vorgeschlagene Projektideen werden auf einer zentralen Plattform als frei nutzbare Software veröffentlicht, um Kommunen die Nutzung von KI-Tools zu ermöglichen, ohne dass sie von großen Anbietern abhängig sind.

  • Alphabet verkauft seltene 100-Jahres-Anleihe für KI-Finanzierung: Alphabet hat Anleihen im Umfang von rund 20 Milliarden Dollar ausgegeben und bietet zusätzlich eine seltene 100-Jahres-Anleihe in britischen Pfund an, um Kapital für den Ausbau der eigenen KI-Infrastruktur zu sichern. Die ungewöhnliche Laufzeit zeigt, wie sehr Alphabet auf langfristiges Fremdkapital setzt, um die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz zu finanzieren.

  • Indien verkürzt die Fristen für die Löschung von Deepfakes: Plattformen sollen Deepfakes und andere KI-erzeugte Imitationen schneller entfernen sowie synthetische Audio- und Videodateien kennzeichnen und mit Herkunftsdaten nachvollziehbar machen. Dafür führt Indien neue Vorgaben in den IT-Regeln ein, darunter eine Frist von drei Stunden für behördliche Löschanordnungen und zwei Stunden für bestimmte dringende Nutzerbeschwerden.

  • KI-Detektoren sind keine Lösung: Harvard-Forscher argumentieren, dass technische Detektoren für KI-Texte unzuverlässig sind, eine hohe Fehlerrate aufweisen und insbesondere Inhalte von Nicht-Muttersprachlern fälschlicherweise als KI-generiert markieren. Sie raten davon ab, allein auf solche Tools zu setzen, und empfehlen stattdessen organisatorische Maßnahmen zur Bewertung sowie Vertrauen statt automatischer Erkennung.

  • Sprachmodelle werden zunehmend mit synthetischen Daten trainiert: Beim Training großer Sprachmodelle verschiebt sich der Schwerpunkt von rein menschlichen Textdaten hin zu synthetischen, von KI erzeugten Daten und verstärkendem Lernen. Der Informatiker Sanjeev Arora sieht darin einen entscheidenden Treiber für neue Fähigkeiten und besonders in der Mathematik weiteres Potenzial, da Ergebnisse dort formal geprüft und Trainingssignale sauber abgeleitet werden können.

  • KI Nachfrage bringt Chip Lieferketten an Grenzen: Die Chipindustrie warnt, dass die steigende Nachfrage nach KI-Hardware zu neuen Engpässen führen und die Lieferzeiten weiter in die Höhe treiben kann. Vor allem Halbleiter und Vorprodukte, die in Rechenzentren und KI-Systemen verbaut werden, sind betroffen.

  • Kommunen starten mit KI-Video-Avataren: Seit Dezember beantwortet in Büttelborn ein Video-Avatar des Bürgermeisters rund um die Uhr Verwaltungsfragen in 28 Sprachen auf der Gemeindehomepage. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden wöchentlich KI-Avatar-Videos aus Newsletter-Inhalten produziert. Dafür erhielt der Kreis im Oktober 2025 einen Digitalpreis.

  • Fast die Hälfte des xAI-Gründerteams geht: Sechs der zwölf Gründungsmitglieder von Elon Musks KI-Firma xAI haben das Unternehmen verlassen, darunter zuletzt die Mitgründer Tony Wu und Jimmy Ba. Die Abgänge fallen in eine Phase interner Umstrukturierungen und in die Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang nach der Übernahme durch SpaceX.

  • Bundesregierung setzt EU-KI-Gesetz um: Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur nationalen Umsetzung der EU-KI-Verordnung (AI Act) beschlossen. Dieser macht die Bundesnetzagentur zur zentralen KI-Aufsichtsbehörde. Der AI Act schafft einen einheitlichen Rechtsrahmen für KI-Systeme in Deutschland und Europa und tritt gestaffelt bis 2026 in Kraft.

  • KI beschleunigt das Design neuer Antibiotika gegen Resistenzen: Forschende setzen KI ein, um neue Wirkstoffe zu entwerfen, die gegen antibiotikaresistente Erreger wirken. Damit soll die traditionelle naturbasierte Suche ergänzt werden. Die entwickelten Moleküle und programmierten antibakteriellen Proteine sollen zunächst im Labor getestet werden, bevor sie als Medikamente genutzt werden können.

  • Anthropic hat 30 Milliarden Dollar in einer Series G-Finanzierungsrunde gesammelt, was das Unternehmen mit 380 Milliarden Dollar bewertet. Diese Finanzierung wird genutzt, um Forschung, Produktentwicklung und Infrastruktur zu stärken und die Nachfrage nach Claude als führender KI-Plattform zu bedienen.

  • Hollywood-Organisationen kritisieren den neuen KI-Video-Generator Seedance 2.0 von ByteDance, da er angeblich massenhaft gegen Urheberrechte verstößt und die Rechte von Kreativen ignoriert. Der Generator ermöglicht die Erstellung kurzer Videos basierend auf Textvorgaben, was zu Beschwerden über die Verwendung von realen Personen und urheberrechtlich geschützten Inhalten geführt hat.

  • Du kannst OpenClaw ab sofort direkt in der Baidu-Such-App nutzen, um Aufgaben wie Terminplanung oder das Schreiben von Code zu erledigen; zuvor war das Tool nur über Chat-Apps wie WhatsApp oder Telegram zugänglich. Die Integration erfolgt kurz vor dem chinesischen Neujahr, während andere Anbieter wie Alibaba ebenfalls ihre KI-Tools in E-Commerce-Plattformen einbinden.

  • Auch Kimi (China) integriert den Assistenten OpenClaw; du kannst ihn mit einem Klick online starten, er speichert Erinnerungen, hat fertige Funktionen und läuft rund um die Uhr in mehreren Messengern.

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Tools & Tool-Updates 🛠️ 

Freu dich auf sofort einsetzbare KI-Tools und spannende Updates für deine 
bestehende KI-Toolbox.

  • Gemini 3 Deep Think Update verfügbar: Die neue Version von Gemini 3 Deep Think ist jetzt für Google AI Ultra Abonnenten in der Gemini-App verfügbar und bietet Lösungen für wissenschaftliche, forschungs- und ingenieurtechnische Herausforderungen. Du kannst Interesse für den frühen Zugang über die Gemini API zeigen.

  • ChatGPT erhält Upgrade auf GPT-5.2 für Deep Research: Ab sofort ist ChatGPT Deep Research mit der neuen Version GPT-5.2 ausgestattet, die es dir ermöglicht, Apps zu verbinden, gezielt Webseiten zu durchsuchen und Echtzeit-Fortschritte zu verfolgen, während du mit neuen Quellen oder Nachfragen intervenieren kannst. Zudem kannst du nun Berichte im Vollbildmodus anzeigen.

  • Claude bringt kostenfreie Funktionen für alle Nutzer: Claude bietet jetzt kostenfrei Funktionen wie die Erstellung und Bearbeitung von Dateien, Connectoren und Skills an. Zudem ermöglicht die neue Auto-Kompression, dass lange Gespräche ohne Unterbrechung fortgeführt werden können.

  • DialogLab – Neue Ansätze für dynamische Mensch-KI-Gruppengespräche: DialogLab ist ein Forschungsprototyp von Google, der eine Schnittstelle bietet, um dynamische Mensch-KI-Gruppengespräche zu gestalten, zu simulieren und zu testen. Der Prototyp ermöglicht eine realistische Simulation von Gesprächen, indem er strukturiertes Skripting mit spontaner Improvisation kombiniert und so die Komplexität von Multi-Party-Dialogen besser erfasst.

  • Hibiki-Zero eliminiert Wort-Alignments für Echtzeit-Übersetzung: Hibiki-Zero ist ein neues Modell für die simultane Übersetzung von Sprache, das vollständig ohne Wort-Alignment-Daten auskommt. Stattdessen verbindet es eine neue Trainingstechnik mit niedriger Latenz und guter Genauigkeit. Laut Paper erzielt es führende Ergebnisse in Bezug auf Übersetzungsqualität, Latenz, Sprachtreue und Natürlichkeit bei Übersetzungen aus fünf Sprachen ins Englische. Zudem lässt es sich mit weniger als 1000 Stunden Daten auf neue Sprachen anpassen.

  • WebMCP: Strukturierte Interaktionen für das agentische Web: WebMCP von Google bietet eine standardisierte Möglichkeit, strukturierte Tools für KI-Agenten bereitzustellen, um deren Interaktionen mit Websites zu optimieren. Mit neuen APIs können Agenten Aktionen wie Buchungen oder Supportanfragen schneller und präziser ausführen. Ein Blick in die Zukunft von Webseiten?

  • Nothing startet Beta für „Essential Apps“ zur Widget-Erstellung mit KI: Nothing hat seine „Essential Apps“ in der Beta-Phase veröffentlicht, die es Nutzern ermöglichen, individuelle Homescreen-Widgets mithilfe von KI zu erstellen. Das Tool erlaubt es, Funktionen durch Textbefehle zu definieren, hat jedoch noch einige Einschränkungen und wirkt teilweise unausgereift.

  • Warp startet Oz für Cloud-AI-Agenten: Mit Oz hat Warp eine Orchestrierungsplattform veröffentlicht, mit der Entwickler cloudbasierte KI-Coding-Agenten parallel starten, steuern und überwachen können. Oz bietet programmierbare Automatisierung, Teamkoordination und volle Transparenz über Agentenaktivitäten in der Cloud.

  • Happycapy - Das agent-native Computererlebnis für alle: Happycapy ermöglicht es dir, KI-Agenten direkt im Browser zu nutzen, die lernen, wie du arbeitest. Du erhältst Ergebnisse bequem per E-Mail, während die Agenten Aufgaben für dich erledigen, sodass du mehr Zeit für dich hast.

  • Expressive Mode für ElevenAgents vorgestellt: Der neue Expressive Mode für ElevenAgents verbessert die Kommunikation von Sprachagenten durch emotionale Nuancen und bessere Timing-Funktionen, um Kundeninteraktionen natürlicher und effektiver zu gestalten.

  • Happy Coder - Koding neu definiert: Happy Coder ermöglicht die parallele Nutzung mehrerer Claude Code-Sitzungen auf verschiedenen Geräten, wobei du deine gewohnten Tools ohne Unterbrechungen weiterverwenden kannst. Die Open-Source-Plattform bietet Funktionen wie Sprachsteuerung, End-to-End-Verschlüsselung und die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten, und das alles kostenlos.

  • Meta AI bereitet Avocado-Modelle und neue Integrationen vor: Meta AI testet die neuen Modelle Avocado sowie Integrationen mit Manus und OpenClaw, um Nutzern eine verbesserte Funktionalität und die Möglichkeit zur Planung wiederkehrender Aufgaben zu bieten. Zudem wird an der Unterstützung für Sprachagenten gearbeitet und es gibt Hinweise auf geplante Implementierungen von Top-Modellen wie Gemini und ChatGPT.

  • Qwen-Image-2.0: Fortschritte in der Bildgenerierung und -bearbeitung: Qwen-Image-2.0 ist ein neues Modell zur Bildgenerierung, das professionelle Infografiken unterstützt und über verbesserte Text- und Bildbearbeitungsfunktionen verfügt. Mit 1k-Token-Anweisungen und native 2K-Auflösung bietet es eine vereinheitlichte Lösung für textbasierte und bildbasierte Anforderungen.

  • Modell-Empfehlung für KI-Analysen: Mit dem Model Recommender von Artificialanalysis.ai kannst du durch 5 Fragen eine gute Übersicht der für dich passenden offenen und geschlossenen Sprachmodelle bekommen.

  • Nach dem viralen Erfolg von Moltbook gibt es mit SpaceMolt ein weiteres Onlinespiel, das sich auf KI-Agenten konzentriert. In dieser Welt interagieren autonome Systeme im Weltraum miteinander: Sie kooperieren, konkurrieren und handeln, wodurch fortlaufende Geschichten entstehen. Menschen spielen nicht mit. Sie schauen nur zu und beobachten, wie sich das Universum entwickelt.

  • MiniMax stellt das Textmodell MiniMax M2.5 vor, das bei Coding und Tool-Nutzung stark abschneidet (u.a. 80,2% SWE-Bench Verified) und Aufgaben 37% schneller erledigt als M2.1. Laut MiniMax läuft das Modell sehr günstig: bei 100 Tokens pro Sekunde kostet eine Stunde Dauerbetrieb etwa 1 US-Dollar, bei 50 Tokens pro Sekunde etwa 0,30 US-Dollar.

  • Mit der Echtzeit-Visions-API kannst du Live-Video mit KI-gestützter Texterkennung kombinieren, indem du einfach drei Codezeilen verwendest, um ein Kamerabild zu analysieren und Ergebnisse direkt im Browser auszugeben. Diese Technologie findet Anwendung in Bereichen wie Assistive Technology, Gaming, AI-Haussicherheit und Content-Moderation.

  • Viktor ist ein KI-gestützter Kollege, der Aufgaben automatisiert, Code schreibt und sich mit über 3.000 Tools verbindet. Es führt Arbeiten von der Automatisierung von Arbeitsabläufen bis hin zur Erstellung und Bereitstellung von Webanwendungen aus – alles über deinen Slack-Arbeitsbereich.

  • Mit der neuen Funktion in Google Docs kannst du jetzt Audio-Zusammenfassungen deiner Dokumente anhören, die dir helfen, die wichtigsten Inhalte schnell zu erfassen. Du kannst zwischen verschiedenen Stimmen wählen und die Wiedergabegeschwindigkeit anpassen, um dein Hörerlebnis zu personalisieren.

  • Manus macht einen auf OpenClaw. Du kannst jetzt deinen eigenen KI-Agenten erstellen, der sich alles merkt und mit spezifischem Fachwissen ausgestattet werden kann. Dieser 24/7-Cloud-Assistent wird in Telegram verfügbar sein, mit weiteren Messenger-Integrationen, die bald folgen.

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🗺️ Dein Navigator in der KI-Welt!

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👉🏻 Hier findest du alle Infos (+ Auswahl einiger Referenzen)

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