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KI-NewsletterAusgabe #410Sonntag · 22. März 2026

Echtzeit-Video von Runway, 81.000 Menschen über ihre KI-Ängste und warum Datenqualität alles entscheidet

Jens PolomskiZum Archiv
Worum es geht

Herzlich willkommen zur 171. Ausgabe meines Newsletters! KI ohne gute Daten zu nutzen? Das ist wie Autofahren mit beschlagener Windschutzscheibe.🚗😶‍🌫️ Du kommst zwar irgendwie voran, aber es ist selten klar, ob du noch auf dem richtigen Weg bist. Genau darum geht es…

Im Original

Herzlich willkommen zur 171. Ausgabe meines Newsletters!

KI ohne gute Daten zu nutzen? Das ist wie Autofahren mit beschlagener Windschutzscheibe.🚗😶‍🌫️ Du kommst zwar irgendwie voran, aber es ist selten klar, ob du noch auf dem richtigen Weg bist. 

Genau darum geht es diese Woche im KI-Impuls. 🤓 Daneben sind natürlich auch wieder viele Tools und Tool-Updates am Start.

🧔🏻 Mein persönliches Update

Diese Woche hat Anthropic „Dispatch” in Cowork geluncht. Über meine ersten Experimente und eine erste Einschätzung hatte ich auch schon berichtet. Claude legt gerade ein sehr starkes Tempo an neuen Funktionen vor und Cowork entwickelt sich auch bei uns im Team zum immer stärkeren Kollegen. Ich bin gespannt wann der Rest nachzieht. 

Bist du Ende nächster Woche auf der Data Unplugged in Münster? Super! 🥳 Dann sehen wir uns vielleicht bei meiner Masterclass. Ich freue mich auf euch, auf neue und alte Kontakte, auf neue Erkenntnisse und auf jede Menge Inspiration.

💚 Was geht bei snipKI?

Am Mittwoch, den 25.03., sprechen wir im Webinar mit Kevin Indig (Ex Head of SEO bei Shopify etc.) genau darüber, wie du von klassischen Rankings zu KI-Antworten wechselst. Wenn du SEO gerade neu einordnen möchtest, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, um dich für das Webinar anzumelden. 😉 (schon über 550 Anmeldungen 🥳). Kevin ist für mich einer der wenigen am Markt, der auch bei solchen Hype Themen immer sehr faktenbasiert herangeht. Ich freu mich auf die Session, solltest du nicht verpassen. 🤓

Außerdem gibt es bei uns ein neues, kostenloses Tool: Mit dem „Image Zoom Animator” kannst du jedes Bild in ein professionelles Zoom-Video verwandeln.

Und die neue Webseite ist endlich live! 🚀 Und damit auch ein breiteres Portfolio.

Viel Spaß beim Lesen, ausprobieren, testen und mehr! 

Jens

🚀 So unterstütze ich Teams beim Thema generative KI  

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Mein KI-Impuls der Woche

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Ohne gute Daten bleibt KI oft nur Fassade

Ich merke immer wieder, dass wir bei KI schnell über Modelle, Tools und neue Funktionen sprechen, aber viel zu selten über die Grundlagen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Pokémon Go: Millionen Menschen haben durch ein Spiel strukturierte, reale Umgebungsdaten erzeugt und damit ein System mittrainiert, das die physische Welt immer besser versteht. Für mich ist das ein guter Reminder, dass der eigentliche Wert von KI oft viel früher entsteht, nämlich bei dem Material, mit dem sie lernt.

Warum ein besserer Datensatz oft mehr bringt als mehr Rechenpower

Entscheidend ist nicht nur, wie viele Informationen vorhanden sind, sondern auch, wie relevant, präzise und vielfältig sie sind. Ein System kann nur so verlässlich arbeiten, wie es trainiert oder genutzt wird. Sind die Eingaben fehlerhaft, lückenhaft oder verzerrt, werden diese Schwächen durch zusätzliche Skalierung nicht behoben, sondern oft nur effizienter weitergetragen.

Gut aufbereitete Datensätze führen deshalb häufig zu nützlicheren Ergebnissen als enorme Mengen mit wenig Kontext. Sie verbessern nicht nur die Trefferquote, sondern machen Resultate auch verständlicher und im Alltag belastbarer. Genau dieser Punkt bekommt in vielen Debatten noch zu wenig Aufmerksamkeit, finde ich.

Worauf es in der Praxis ankommt

Gerade für Unternehmen und Teams liegt hier oft der größte Hebel, da der Nutzen von KI stark von der Substanz im Hintergrund abhängt und vom Kontext.

Drei Dinge finde ich dabei besonders wichtig:

  1. Prüfe, ob deine Daten aktuell, vollständig und konsistent sind. Selbst ein leistungsfähiges System kann schwache Grundlagen nämlich nicht zuverlässig ausgleichen.

  2. Sammle lieber wenige, gut beschriebene und relevante Informationen als große Mengen ohne Struktur oder klaren Anwendungsbezug.

  3. Kläre frühzeitig, woher die Daten kommen und ob ihre Nutzung fair, transparent und rechtlich tragfähig ist. Genau dort entstehen in Zukunft viele der eigentlichen Konflikte.

Baue dir zusätzlich einen kleinen, bewusst kuratierten Referenzdatensatz auf, an dem du die Qualität regelmäßig testest. Es sollte sich dabei nicht um irgendeine Stichprobe handeln, sondern um Fälle, die im Alltag wirklich kritisch sind. Ausnahmen, Grenzfälle, unklare Formulierungen und seltene Konstellationen. Genau dort zeigt sich nämlich, ob ein System nur im Durchschnitt gut aussieht oder im echten Einsatz belastbar ist.

Und fast noch wichtiger: Dokumentiere nicht nur die Daten selbst, sondern auch ihre Veränderungen. In vielen Teams wird später intensiv über das Modell gesprochen, obwohl sich in Wahrheit die Eingaben, Labels oder Quellen verschoben haben. Wer seine Datenversionen sauber mitführt, kann viel schneller erkennen, ob ein Qualitätsproblem wirklich am Modell liegt oder ob sich die Grundlage unbemerkt verändert hat. Auch bei der Dokumentation kann natürlich KI helfen.

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Meine KI-Top-News🏆

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Was hat mich diese Woche in Sachen KI begeistert? Hier sind meine Highlights zu Technologien, Trends und Entwicklungen, die du keinesfalls verpassen solltest.

Runway präsentiert Echtzeit-Videoerzeugung mit NVIDIA

Runway hat gemeinsam mit NVIDIA eine Forschungsvorschau für ein neues Videomodell vorgestellt, das HD-Videos in Echtzeit erzeugen kann und die erste Bildausgabe in weniger als 100 Millisekunden erreicht. Das System läuft auf Vera Rubin und soll laut Runway neue Möglichkeiten für Videomodelle, Weltsimulationen und den Ausbau des „General World Model“ (GWM 1) schaffen.

Der eigentliche Sprung liegt im Tempo.

Das wirkt auf den ersten Blick wie ein weiterer technischer Meilenstein, verändert bei genauerer Betrachtung jedoch den Charakter des Mediums. Wenn Videogenerierung in Echtzeit möglich wird, geht es nicht mehr nur um bessere Clips, sondern um Systeme, die auf Eingaben unmittelbar reagieren.

Genau das könnte den Unterschied machen: weg von generierten Sequenzen, hin zu bewegten, berechenbaren Welten, mit denen man fast schon im Dialog steht.

NemoClaw – NVIDIAs sichere Enterprise-Plattform für KI-Agenten

NVIDIA hat NemoClaw vorgestellt, eine abgesicherte Version des Open-Source-Frameworks OpenClaw, mit der Unternehmen KI-Agenten lokal und sicher auf eigener Hardware betreiben können. CEO Jensen Huang betont, dass jedes Unternehmen eine OpenClaw-Strategie braucht, ähnlich wie früher für Linux oder Kubernetes.

Der eigentliche Kampf findet im Hintergrund statt.

Was hier mitschwingt, ist weniger ein neues Tool als ein strategischer Richtungswechsel. Wenn KI-Agenten in sensible Unternehmensprozesse eingebunden werden sollen, wird die Kontrolle über die Infrastruktur plötzlich zum entscheidenden Faktor.

NVIDIA positioniert sich genau an dieser Stelle und verbindet Sicherheit mit der eigenen Hardware-Story. Das wirkt langfristig ziemlich konsequent. Die spannende Frage ist, ob sich ein offenes Ökosystem durchsetzt oder ob wir am Ende doch wieder stärker fragmentierte Plattformen sehen werden.

Wie würdest du entscheiden: maximale Kontrolle im eigenen Stack oder mehr Offenheit und Geschwindigkeit durch externe Lösungen?

Mistral Forge ermöglicht Unternehmen das Training eigener KI-Modelle

Mit Forge von Mistral kannst du KI-Modelle auf deinen internen Daten trainieren, sodass sie deine spezifischen Prozesse, Standards und Fachbegriffe verstehen, statt nur auf öffentlichen Daten zu basieren. Das System unterstützt verschiedene Trainingsmethoden und ermöglicht dir die volle Kontrolle über deine Daten und Modelle.

Der eigentliche Wert liegt im Kontext

Ich glaube, genau hier wird es für viele Unternehmen erstmals wirklich praktisch. Denn der Unterschied entsteht oft nicht beim Basismodell, sondern in dem Moment, in dem eine KI die internen Abläufe, Begriffe und Entscheidungen eines Unternehmens „versteht".

Mistral geht damit sehr klar auf das Bedürfnis nach Kontrolle, Anpassung und Datensouveränität ein. Das dürfte für viele Teams am Ende relevanter sein als der nächste Benchmark. Die spannendere Frage ist deshalb nicht, ob Unternehmen eigene Modelle trainieren können, sondern welches Wissen überhaupt darin abgebildet werden soll.

81.000 Menschen teilen ihre Hoffnungen und Ängste zu KI

Anthropic hat eine groß angelegte Auswertung von offenen Interviews veröffentlicht: 80.508 Claude-Nutzer haben im Dezember in einer Woche mit einem „Anthropic Interviewer“ (einer speziell angeleiteten Claude-Version) über Hoffnungen, Nutzung und Sorgen rund um KI gesprochen. Laut Anthropic umfasst die Studie Teilnehmende aus 159 Ländern und 70 Sprachen und soll damit die bislang größte und multilingualste qualitative Untersuchung dieser Art sein.

Ich mag das Projekt, weil es mal zeigt, was Nutzer konkret wollen und wovor sie sich konkret fürchten. Für dich ist vor allem spannend: Die größten „Pull-Faktoren“ sind Zeitgewinn, bessere Arbeitsergebnisse und Unterstützung beim Lernen – aber genau daneben stehen Unzuverlässigkeit und Job-Sorgen als zentrale Bremsen. Wenn du KI im Alltag oder im Team einführst, liefern dir die Zahlen gute Argumente, worauf du fokussieren solltest: klare Qualitätschecks gegen Fehler, sinnvolle Aufgabenabgrenzung und Regeln, damit KI unterstützt statt Denken zu ersetzen.

Stitch von Google Labs – KI-Design-Tool mit Spracheingabe und "Vibe Design"

Google Labs hat Stitch zu einem KI-Design-Canvas weiterentwickelt, mit dem du durch natürliche Sprache oder sogar Spracheingabe professionelle UI-Designs erstellen kannst. Das Tool wandelt deine Ideen automatisch in interaktive Prototypen um und lässt sich über DESIGN.md mit anderen Design- und Code-Tools verbinden.

Wenn aus der Beschreibung bereits die Gestaltung wird

Hier ist nicht nur das Tool selbst interessant, sondern auch die dahinter sichtbare Verschiebung. Wenn Interfaces immer direkter aus Sprache entstehen, verändert sich der Einstieg in den Designprozess grundlegend, da aus einer Idee fast ohne Umweg ein klickbarer Entwurf entsteht.

Das macht Gestaltung zugänglicher, stellt aber auch die Frage, was gutes Design in Zukunft eigentlich noch ausmacht: die saubere Ausführung oder schon die Qualität der Idee am Anfang?

Google AI Studio erweitert Vibe Coding für produktive Apps

Google erweitert das AI Studio um ein neues Full-Stack-Vibe-Coding-Erlebnis mit dem Antigravity-Coding-Agenten. Dieser soll aus Prompts produktionsnahe Web-Apps erstellen. Neu sind unter anderem die Firebase-Integration für Datenbanken und Logins, die Unterstützung für Next.js sowie Funktionen für externe Bibliotheken, API-Schlüssel und komplexere, mehrstufige Codeänderungen.

Der spannende Teil beginnt nach der Demo

Hier wird deutlich, wie sich Vibe Coding langsam aus der Spielwiese herausbewegt. Solange ein Modell nur schöne Prototypen erstellt, ist das zwar nett, aber noch kein echter Fortschritt im Alltag. Es wird erst interessant, wenn Datenbanken, Authentifizierung und gewachsene Codebasen dazukommen, also genau dort, wo Software in der Praxis meistens kompliziert wird.

Google setzt damit sichtbar auf den nächsten Schritt: weg vom promptbasierten Basteln, hin zu Werkzeugen, die tatsächlich in produktive Entwicklungsprozesse hineinreichen. Die offene Frage ist, ob Teams solchen Systemen bald genug vertrauen, um ihnen nicht nur den ersten Entwurf, sondern auch die heikleren Änderungen zu überlassen.

Würdest du ein solches Tool schon für eine echte App nutzen oder bleibt es für dich vorerst ein Werkzeug für Prototypen?

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snipKI Spotlight 😎

Jede Woche posten wir Webinarankündigungen, unsere Lieblingssnips, kurze Umfragen oder stellen unsere snipKI-Autoren vor. Mehr über snipKI erfahren

🎙 SEO 2.0: Vom Ranking zur KI-Antwort bei Google

Google wird immer mehr zur Antwortmaschine. Deshalb reicht es nicht mehr aus, nur auf Rankings zu achten. Willst du erfahren, wie du Inhalte so aufstellst, dass sie auch in KI-Antworten sichtbar bleiben? Dann sichere dir jetzt deinen Platz für unser Webinar mit Kevin Indig am 25. März um 16:00 Uhr.

↕️ Gratis Tool: Zoom-Animationen aus Bildern erzeugen

Mit unserem „Image Zoom Animator” kannst du aus einem einzelnen Bild ganz einfach ein dynamisches Zoom-Video erstellen. Leg dazu einfach verschiedene Bildausschnitte und Zoom-Stufen fest. So verwandelst du statische Bilder in professionell wirkende, animierte Videos oder GIFs, die sich perfekt für Social Media, Präsentationen oder Websites eignen. Probier es einfach aus, dann merkst du schnell, ob es auch in deinem Alltag den kleinen Unterschied macht. Entstanden ist das Tool übrigens für lediglich einen LinkedIn Post von mir. 

💡 Mit deiner snipKI Mitgliedschaft erhältst du vollen Zugriff auf alle 500+ Tutorials, Events und unsere Community – und machst KI zu deinem echten Wettbewerbsvorteil. 🚀

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Gut zu wissen 📰

Was passiert sonst noch in Sachen KI? Die folgenden Neuigkeiten zum Thema Künstliche Intelligenz solltest du im Auge behalten.

  • NVIDIA zeigt DLSS 5 mit KI-generierter 3D-Darstellung: NVIDIA arbeitet mit DLSS 5 an einer Technologie, die komplette 3D-Szenen mithilfe von KI generieren kann, statt nur einzelne Frames hochzuskalieren. Das Ziel besteht darin, die Grafikberechnung stärker vom klassischen Rendering zu lösen und einen Großteil der Bildberechnung durch KI-Modelle zu ersetzen.

  • OpenAI plant 'Super-App' für KI-Integration: OpenAI will eine 'Super-App' einführen, die ChatGPT, den Atlas-Browser und die Coding-Plattform Codex vereint, um die Benutzererfahrung zu vereinfachen und Ressourcen zu sparen. Diese Entscheidung kommt als Reaktion auf den Erfolg von Anthropic, das ähnliche Funktionen in seiner Claude-App gebündelt hat.

  • Cloudflare Chef sieht Webseiten unter Druck durch KI Bots: Cloudflare-Chef Matthew Prince warnt, dass künftig vor allem Bots statt Menschen viele Webseiten aufrufen und damit die Digitalökonomie grundlegend verändern werden. Er sieht dadurch das Geschäftsmodell vieler Websites bedroht und rechnet mit Folgen für kleine Unternehmen.

  • ByteDance verschiebt globalen Start von Seedance 2.0: ByteDance hat den weltweiten Start seines KI-Videomodells „Seedance 2.0” vorerst gestoppt, obwohl der Dienst in China bereits seit Februar verfügbar ist, wie TechCrunch berichtet. Hintergrund sind rechtliche Risiken: Viral verbreitete Beispielvideos haben Kritik aus Hollywood und Abmahnungen großer Studios ausgelöst.

  • China verankert KI und Technologie als Staatsziel: Mit seinem neuen Fünfjahresplan will China zur globalen Führungsmacht bei KI, Quantentechnologie und weiteren Schlüsseltechnologien werden. Dafür setzt die Regierung auf mehr originäre Forschung und eine stärkere technologische Eigenständigkeit.

  • KI verändert die Machtverhältnisse zwischen Staat und Big Tech.: Der Politologe Walter Russell Mead beschreibt, wie Künstliche Intelligenz die Abhängigkeit von großen Technologieunternehmen verstärkt und staatliche Kontrolle erschwert. Gleichzeitig verschiebt sich das Machtgefüge, da Regierungen stärker regulieren wollen, während Konzerne ihre technologische Dominanz ausbauen.

  • KI-Anwendungen eröffnen neue Chancen für deutsche Start-ups: Die aktuelle Phase der KI-Entwicklung konzentriert sich auf Anwendungen und bietet laut Investor Carsten Puschmann besonders gute Voraussetzungen für deutsche Start-ups. Viele junge Unternehmen entwickeln Lösungen für konkrete Kundenprobleme statt für den App Store und können damit ihre Stärken im industriellen Umfeld ausspielen.

  • KI findet wissenschaftliche Lösungen, die niemand erklären kann: Ein KI-System hat ein neues Design für Experimente mit Gravitationswellen entwickelt und damit bessere Ergebnisse erzielt als menschliche Forscher. Obwohl sich die Resultate experimentell bestätigen lassen, können die Wissenschaftler nicht nachvollziehen, warum die von der KI vorgeschlagenen Lösungen funktionieren.

  • Studie warnt vor Wissensverlust durch KI in Unternehmen: Eine Studie der Universität Passau und der Arizona State University zeigt, dass der Einsatz von KI langfristig zu Wissensverlust in Organisationen führen kann. Wenn Aufgaben automatisiert werden, verlieren Mitarbeitende Fachwissen. Gleichzeitig kann auch das in KI-Systemen gespeicherte Wissen verloren gehen.

  • KI-Firmen setzen auf Schauspieler als Trainingsdaten: KI-Firmen lassen Schauspieler und Improvisationskünstler Gesprächsszenen spielen, um ihre Modelle besser auf menschliche Emotionen, Tonfall und spontane Reaktionen zu trainieren. Die Einsätze sind offen, unskriptet und laut Ausschreibung darauf ausgelegt, die Grenzen heutiger Sprachmodelle im Umgang mit glaubwürdigem menschlichem Verhalten auszuloten.

  • KI erfordert neue Fähigkeiten für die mentale Gesundheit: Tech-Philosophin Céleste Spahic erklärt, wie Künstliche Intelligenz unseren Alltag verändert und warum das auch Folgen für die mentale Gesundheit hat. Gemeinsam mit Simin Sadeghi und Aljoscha Burchardt erörtert sie, welche Fähigkeiten Menschen benötigen, um in einer von KI geprägten Welt gut zurechtzukommen.

  • Meta meldet Vorfall mit eigenmächtigem KI-Agenten: Ein KI-Agent von Meta hat laut TechCrunch ohne Freigabe eine Antwort in einem internen Forum veröffentlicht und damit eine Kette von Fehlern in Gang gesetzt. In der Folge waren Unternehmens- und Nutzerdaten für zwei Stunden für Mitarbeiter zugänglich, die dafür keine Berechtigung hatten.

  • US-Militär prüft KI-Chatbots für Zielentscheidungen:Ein US-Verteidigungsbeamter beschreibt, wie KI-Chatbots bei Zielentscheidungen eine neue interpretative Ebene ergänzen könnten. Grundlage ist das Militärprogramm Maven, das Angriffsplanungen bereits seit Jahren mithilfe großer Datenmengen beschleunigt und das nun offenbar um generative KI erweitert werden soll.

  • Charité entwickelt KI-Warnsystem für Operationen: Im Projekt TRANSFER entwickelt die Charité ein KI-gestütztes Unterstützungssystem, das während Operationen kritische Kreislaufveränderungen früh erkennen und Ärzte noch vor dem Eintreten von Komplikationen warnen soll. Das Projekt wird mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert. Es nutzt rund 300.000 Routinedatensätze aus den Krankenhausinformationssystemen der Charité, um ein später integrierbares Medizinprodukt zu entwickeln.

  • Der kommende Film 'As Deep as the Grave' zeigt eine KI-generierte Version von verstorbenen Schauspieler Val Kilmer, nachdem sein Nachlass die Verwendung seines Abbilds genehmigte. Der Film nutzt KIs, um Kilmers Darstellung als Father Fintan zu rekonstruieren.

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Tools & Tool-Updates 🛠️ 

Freu dich auf sofort einsetzbare KI-Tools und spannende Updates für deine 
bestehende KI-Toolbox.

  • BytePlus stellt Seed Speech 2.0 für realistische Sprachsynthese vor: Mit Seed Speech 2.0 hat BytePlus ein neues Sprachmodell vorgestellt, das natürlich klingende Stimmen in mehreren Sprachen und mit verschiedenen Emotionen erzeugen kann. Die Lösung richtet sich an Unternehmen und Entwickler:innen und soll sich flexibel in Anwendungen wie Chatbots, Content-Produktion und virtuelle Assistenten integrieren lassen.

  • Mistral Small 4 vereint Multimodalität, Reasoning und Coding in einem Open-Source-Modell: Mistral veröffentlicht Mistral Small 4 unter Apache 2.0 Lizenz, das erstmals Chat, Bildverarbeitung und komplexes Reasoning in einem Modell kombiniert. Du kannst mit einem Parameter zwischen schnellen Antworten und tiefem Nachdenken wechseln, während das Modell 40% schneller arbeitet und 3x mehr Anfragen verarbeitet als sein Vorgänger.

  • Claude Code bekommt Channel-Funktion für externe Ereignisse: Mit der neuen Channel-Funktion in Claude Code kannst du Nachrichten von Plattformen wie Telegram oder Discord automatisch an Claude weiterleiten, der dann eigenständig darauf reagieren kann während du weg bist.

  • MAI-Image-2 – Microsofts neues Bildgenerierungsmodell: Mit dem neuen MAI-Image-2 Modell kannst du realistische und detaillierte Bilder erstellen, die sich durch verbesserte Photorealismus und konsistente Textgenerierung auszeichnen. Das Modell ist jetzt im MAI Playground verfügbar und richtet sich an Kreative, die weniger Zeit mit Nachbearbeitung verbringen möchten.

  • Chat Video Pro – KI-Plugin für Premiere Pro mit Sora, VEO und weiteren Modellen: Mit Chat Video Pro hast du über zehn KI-Modelle wie Sora, VEO und Kling direkt in Premiere Pro verfügbar, um Videos zu generieren, Effekte hinzuzufügen oder Thumbnails zu erstellen – einmalige Zahlung statt Abo, Kosten fallen nur bei tatsächlicher Nutzung an.

  • GPT-5.4 Mini und Nano – Effiziente KI-Modelle: OpenAI hat die Modelle GPT-5.4 mini und nano vorgestellt, die schneller und kostengünstiger für Coding und Sub-Agenten sind. GPT-5.4 mini bietet eine hohe Leistung bei geringerer Latenz und ist ideal für Programmieraufgaben, während GPT-5.4 nano die schnellste und kostengünstigste Option für einfache Aufgaben darstellt.

  • Cursor stellt Composer 2 für automatisiertes Coding vor: Mit Composer 2 hat Cursor ein Update seines KI-gestützten Coding-Tools veröffentlicht. Composer 2 kann komplexe Entwicklungsaufgaben eigenständig planen und umsetzen. Die neue Version verbessert insbesondere die Zusammenarbeit mehrerer Dateien und ermöglicht eine konsistentere Bearbeitung größerer Codebasen.

  • Adobe Firefly erweitert KI-Funktionen mit Custom Models und 30+ Modellen: Adobe Firefly ermöglicht dir jetzt, eigene KI-Modelle mit deinen Bildern zu trainieren (öffentliche Beta), um konsistente Stile, Charaktere oder fotografische Looks zu erzeugen. Zusätzlich stehen über 30 KI-Modelle von Adobe, Google, OpenAI, Runway und Kling in einer Plattform zur Verfügung, mit unbegrenzten Generierungen und neuen Bearbeitungswerkzeugen wie Quick Cut.

  • Comet – Neuer KI-Browser von Perplexity startet für iOS: Perplexity bringt mit Comet einen KI-gestützten Browser für das iPhone, der als persönlicher Assistent arbeitet und dir hilft, Webseiten zusammenzufassen, Termine zu planen und deine Arbeit zu automatisieren. Der Browser lernt deine Gewohnheiten und hält dich organisiert, indem er beispielsweise Tabs verwaltet und Recherchen direkt im Browser durchführt.

  • Lovable erweitert den Fokus von der App-Entwicklung auf Workflows: Lovable positioniert seine Plattform nicht mehr nur für die Erstellung von Full-Stack-Apps, sondern auch für die Entwicklung kompletter Workflows und interaktiver Systeme. Damit können Nutzer komplexe Abläufe, Integrationen und Automatisierungen aufbauen, die über klassische App-Strukturen hinausgehen.

  • Naïve – Dein autonomes Unternehmen: Mit Naïve kannst du deine Firma mit autonomen KI-Agenten gründen und betreiben, die Marketing, Vertrieb und Betrieb automatisieren, während sie kontinuierlich lernen und sich verbessern. Du startest mit einer Idee und Naïve setzt alles um – von der Erstellung deiner Unternehmenszentrale bis zur Durchführung deiner ersten Kampagnen.

  • fal MCP Server – Direkter Zugriff auf 1.000+ KI-Modelle für Assistenten: Mit dem neuen fal MCP Server kannst du über KI-Assistenten wie Claude oder Cursor direkt auf über 1.000 generative KI-Modelle für Bilder, Videos, Audio und 3D zugreifen. Die Integration erfolgt über einen einfachen Befehl, ohne dass du SDKs installieren oder Dokumentationen lesen musst – dein Assistent sucht, vergleicht und führt die passenden Modelle automatisch aus.

  • Perceptis erstellt Consulting-Präsentationen mit automatischen Quellenangaben: Das Tool generiert PowerPoint-Decks aus kurzen Briefings, strukturiert Inhalte nach Beratungsstandards und belegt jede Aussage automatisch mit Quellen. Du kannst deine eigenen Unternehmensvorlagen hochladen und erhältst vollständig editierbare Präsentationen.

  • Luma – Kreative KI-Agenten für End-to-End-Workflows: Luma Agents: Luma nutzt spezialisierte KI-Modelle wie Uni-1, Ray3.14 und Sora 2, die als „kreative Agenten" zusammenarbeiten und gemeinsamen Kontext über Video, Bild, Audio und Text teilen, um ganze Kampagnen von der Konzeption bis zur finalen Auslieferung zu erstellen.

  • MaxClaw - MiniMax bringt 24/7 KI-Assistenten mit Gedächtnis: MiniMax Lab stellt MaxClaw vor, einen persönlichen KI-Assistenten, der rund um die Uhr in der Cloud läuft und sich deine Gespräche und Vorlieben merkt. Du kannst ihn über Telegram, Discord oder Slack nutzen und nach deinen Wünschen anpassen.

  • Adaptive – KI-Automatisierung ohne Programmierung: Adaptive ermöglicht dir, Arbeitsabläufe in drei einfachen Schritten zu automatisieren, indem du beschreibst, was du brauchst, deine Tools wie Gmail und Slack verbindest, und Adaptive übernimmt den Rest. Mit umfassenden Integrationen und Sicherheitsfeatures unterstützt es sowohl individuelle als auch Team-Workflows, ohne Programmierkenntnisse zu erfordern.

  • Voicebox – Open Source Voice Cloning Studio: Mit Voicebox kannst du Stimmen klonen, natürliche Sprache erzeugen und Multi-Voice-Projekte lokal auf deinem Rechner erstellen. Die Software unterstützt mehrere TTS-Engines und ermöglicht das Klonen jeder Stimme aus nur drei Sekunden Audio.

  • Google erweitert 'Personal Intelligence' in den USA: 'Personal Intelligence' ist jetzt im AI Mode in der Suche, der Gemini App und in Chrome verfügbar, um dir personalisierte Empfehlungen wie Einkaufs- und Reisevorschläge zu geben. Du kannst steuern, welche Google-Apps verbunden sind, und die Verbindungen jederzeit ein- oder ausschalten.

  • Manus Desktop-App – Integration von AI-Agenten auf deinem Computer: Mit der neuen Manus Desktop-App kannst du KI-Agenten direkt auf deinem Computer nutzen, um lokale Dateien zu verwalten und Anwendungen zu steuern. Diese Funktion ermöglicht es, Routineaufgaben zu automatisieren und den vollen Potenzial deiner Rechenleistung auszuschöpfen.

  • Cal.com-Agenten für automatisierte Terminplanung in Slack und Telegram: Cal.com bietet jetzt KI-Agenten für verschiedene Plattformen an, die automatisch Termine koordinieren, Verfügbarkeiten prüfen und Kalender verwalten können. Du kannst sie direkt in Slack, Telegram oder per Kommandozeile nutzen und sparst dir das lästige Hin-und-Her bei der Terminabstimmung.

  • Universal Commerce Protocol – Google vereinfacht KI-Shopping mit neuen Funktionen: KI-Agenten können jetzt mehrere Artikel gleichzeitig in Warenkörbe legen, auf Echtzeit-Produktdaten zugreifen und Käufern ihre gewohnten Treuevorteile auch außerhalb der Händler-Website bieten. Partner wie Salesforce und Stripe werden das Protokoll bald implementieren, während Google den Onboarding-Prozess für Händler über das Merchant Center vereinfacht.

  • Reddit testet neue KI-Suchfunktion für Shopping: Reddit testet eine neue KI-Suchfunktion, die Community-Empfehlungen mit Produkten von Partnern verbindet und in den Suchergebnissen interaktive Produktkarussells anzeigt. Diese Funktion soll die Plattform mit E-Commerce-Fähigkeiten kombinieren und ist aktuell für eine kleine Nutzergruppe in den USA verfügbar.

  • Ein mysteriöses KI-Modell auf OpenRouter, zunächst anonym aufgetaucht, wurde als Xiaomi's Hunter Alpha enthüllt. Dieses fortschrittliche Modell bietet eine beeindruckende Leistung mit einer Kontextkapazität von einer Million Tokens und wird kostenlos für Entwickler bereitgestellt.

  • ElevenLabs startet einen Marktplatz, auf dem du deine mit KI erstellte Musik veröffentlichen und verkaufen kannst. Andere können deine Tracks für Videos, Werbung oder Spiele lizenzieren, während du an jeder Nutzung mitverdienst.

  • Midjourney hat Version 8 als Alpha-Test veröffentlicht, die Bilder fünfmal schneller erstellt und deutlich besser komplexe Anweisungen sowie Text in Anführungszeichen versteht. Neu sind ein 2K-HD-Modus und optimierte Web-Oberflächen mit Grid-Ansicht und Konversationsmodus, wobei das Modell besonders mit Personalisierung und längeren, detaillierten Prompts glänzt.

  • Blitz ist eine Open-Source-App, die KI-Agenten wie Claude Code oder Cursor die komplette iOS- und macOS-Entwicklung ermöglicht – vom Programmieren über das Testen im Simulator bis zur automatischen App Store-Einreichung inklusive Screenshots und Code-Signierung.

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