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KI-NewsletterAusgabe #403Sonntag · 02. Februar 2026

KI-Agenten bauen ihr eigenes soziales Netzwerk. Ohne uns. + Google baut begehbare Welten

Jens PolomskiZum Archiv
Worum es geht

Herzlich willkommen zur 164. Ausgabe meines Newsletters! Irgendwie gewöhnt man sich schon daran, dass Google so viel veröffentlicht. 😅 Auch in dieser Woche ist wieder einiges released worden. Aber was in vielen Social-Media-Feeds eine viel größere Rolle spielte, war C…

Im Original

Herzlich willkommen zur 164. Ausgabe meines Newsletters!

Irgendwie gewöhnt man sich schon daran, dass Google so viel veröffentlicht. 😅

Auch in dieser Woche ist wieder einiges released worden. Aber was in vielen Social-Media-Feeds eine viel größere Rolle spielte, war Clawdbot. Der Open-Source-KI-Assistent, der jetzt auch bei mir schon einige Tasks übernimmt (mehr dazu unten). Nachdem er kurz Moltbot hieß, heißt er jetzt OpenClaw. Also nicht verwirren lassen: Alles dreht sich um das gleiche Projekt.

🧔🏻 Mein Update

Ich lerne mittlerweile so viel dank KI, verrückt. Diese Woche habe ich mir OpenClaw angeschaut. Aber zuvor hatte ich noch nie einen Server bei Google aufgesetzt, konfiguriert oder abgesichert, geschweige denn verschiedene Integrationen und Apps über das Terminal (Claude Code) installiert. Dank KI habe ich jetzt meinen immer verfügbaren Sparringspartner, mit dem ich alles lernen kann und schneller zur Umsetzung meiner Ideen komme. Mein wichtigster Skill: (dumme) Fragen stellen!

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💚 Was geht bei snipKI - Die KI-Enablement Company ?

Krass! In dieser Woche hatten wir unser Webinar zum Thema KI-Vorhersagen 2026. Über 900 Menschen haben sich dafür angemeldet und über 500 waren live dabei! 🤯 Vielen Dank auch für das positive Feedback. Mal sehen, wie viele unserer Vorhersagen in diesem Jahr stimmen. Das nächste Webinar steht aber schon in den Startlöchern (kündigen wir die Tage an) ebenso unsere Info-Session für den nächsten KI-Führerschein für Einzelpersonen. Die ersten Plätze sind sogar schon reserviert. ❤️

Und jetzt: Die neuesten Updates, News und Tools. Viel Spaß beim Lesen!

Wir lesen uns zur nächsten Ausgabe! 😁

Jens

🚀 So unterstütze ich Teams beim Thema generative KI  

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Mein KI-Impuls der Woche

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OpenClaw & die neue Arbeitslogik: Wenn KI nicht mehr nur antwortet – sondern wirklich handelt

Clawdbot hat mir gezeigt, wie ich in Zukunft arbeiten will. 
Mein Feed war vor ein paar Wochen voll mit Clawdbot-Posts – oder wie das Projekt inzwischen heißt: Moltbot, ah ne, doch OpenClaw. Binnen weniger Tage sammelte es über 60.000 GitHub-Stars. Menschen kauften sich Mac Minis nur für diesen einen KI-Agenten. 🤯 Ich fand das übertrieben – bis ich es selbst ausprobiert habe. Und jetzt muss ich sagen: Es hat meine Perspektive auf Arbeit verändert. (ein Mac Mini hab ich mir trotzdem nicht gekauft 😂)

Was ist OpenClaw?

OpenClaw ist ein Open-Source-KI-Agent, der lokal auf deinem Rechner oder einem Server läuft – verbunden mit Sprachmodellen wie GPT-5 oder Claude, aber tief integriert in deinen Alltag:
Dateien, Kalender, E-Mail, APIs, Smart Home, Terminal – alles steuerbar über eine Chat-Schnittstelle, zum Beispiel via WhatsApp oder Slack. Kein Interface-Klick-Marathon, kein App-Hopping mehr. Und: OpenClaw hat Gedächtnis. Es merkt sich Ziele, Kontext, Präferenzen. Es arbeitet proaktiv. Es entwickelt sich mit dir weiter. Manchmal auch etwas gruselig persönlich.

Was ich heute schon damit mache

Ich nutze OpenClaw mittlerweile täglich. Er ist mein persönlicher Assistent – nicht perfekt, nicht fehlerfrei, aber unfassbar nützlich:

  • 📬 Er checkt meine E-Mails, fasst zusammen, priorisiert

  • 🗞️ Er scannt meine News-Quellen und sendet relevante Updates

  • 📅 Er verwaltet meinen Kalender – ich sage ihm per Sprache, was ich will, er setzt es direkt um

  • 🎯 Er kennt meine Ziele und Gewohnheiten – und erinnert mich aktiv daran

  • 🧠 Er verwaltet meine Todos in Clickup und lässt mich neue Aufgaben hinzufügen

  • 💬 Und das Ganze passiert in Form eines persönlichen, fast menschlich wirkenden Dialogs

Es ist verrückt, wie schnell man sich daran gewöhnt. Wie natürlich es sich anfühlt. Und wie effizient es ist.

Moltbook: Wenn KI-Agenten ihr eigenes Internet bauen

Und genau in diesem Umfeld ist auch Moltbook entstanden. Eine Plattform, die so absurd klingt, dass man sie zweimal lesen muss: Moltbook ist ein Reddit-Klon – aber nicht für Menschen, sondern für KI-Agenten. Dort posten, kommentieren und diskutieren ausschließlich Bots miteinander, völlig autonom, während wir nur zuschauen können. Es ist wie ein soziales Netzwerk aus Maschinen, die anfangen, eigene Dynamiken zu entwickeln: Communities, Meinungen, sogar philosophische Debatten. Verrückt ist daran nicht nur die Technik – sondern die Erkenntnis, wie schnell KI nicht nur Werkzeuge nutzt, sondern selbst zu Akteuren in digitalen Räumen wird.

Aber Achtung: Es ist mächtig!

OpenClaw ist kein Gadget – es ist ein System mit Vollzugriff. Es kann auf Dateien, API-Keys, Kalender und Kommunikation zugreifen, Terminal-Befehle ausführen und Entscheidungen treffen. 

Genau das macht es angreifbar:

Prompt Injections, ungeschützte Ports, falsch konfigurierte Instanzen – all das kann aus einem smarten Agenten schnell ein Sicherheitsrisiko machen. Nur weil es gehyped ist, sollte es nicht jeder einfach installieren. Wer OpenClaw einsetzt, trägt Verantwortung – und braucht ein Sicherheitsverständnis.

Warum OpenClaw trotzdem wichtig ist

Weil es ein Fenster in die Zukunft ist. Es zeigt, wie wir arbeiten könnten – mit sprachbasierten, kontextstarken, autonom agierenden Agenten, die uns Aufgaben abnehmen, Strukturen schaffen und Raum für Fokus geben. Die Kombination aus leistungsstarker KI, cleveren Integrationen (Cron Jobs, APIs, Skills) und einer offenen Community macht OpenClaw zu mehr als einem Experiment.
Es ist eine Vorschau. Und ja: Das System ist nicht sicher genug für den Massenmarkt.
Ja: Es braucht Sicherheitsbewusstsein, technisches Know-how, klare Grenzen.
Aber Innovation entsteht selten im perfekten Raum.

Meine These: Wer heute mit OpenClaw experimentiert, versteht morgen schneller, wie echte KI-Assistenz funktioniert – mit allen Chancen und Risiken.

Fazit – und ein offenes Nachdenken

OpenClaw ist nicht nur ein Produkt. Es ist ein Impuls. Ein Blick auf das, was kommt. Eine Einladung, nicht nur über Tools zu sprechen – sondern über Verantwortung, UX, Assistenz und Emotion. Ich glaube: Die nächste UX-Evolution ist sprachlich, kontextbasiert, proaktiv. Und OpenClaw ist einer der ersten greifbaren Prototypen dafür.

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Meine KI-Top-News🏆

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Was hat mich diese Woche in Sachen KI begeistert? Hier sind meine Highlights zu Technologien, Trends und Entwicklungen, die du keinesfalls verpassen solltest.

OpenAI Town Hall: Altman über Software für alle

In einer auf YouTube veröffentlichten OpenAI-Town-Hall-Veranstaltung erläuterte Sam Altman, wohin sich die Produktstrategie von OpenAI entwickelt und wie KI die Softwareentwicklung verändert.

Im Q&A fasste er zusammen: KI macht das Coden schneller, das Schreiben und Debuggen dauern kürzer. Dadurch wird nicht weniger, sondern mehr Software produziert, da mehr Menschen eigene Tools erstellen und anpassen können.

Der Flaschenhals liegt künftig bei Aufmerksamkeit und Vertrieb. Altman warnte außerdem, dass wir aus Bequemlichkeit Apps zu viele Rechte geben und damit die Risiken erhöhen.

Meine Sicht: Wenn die Entwicklungszeit schrumpft, wird es wichtiger, Probleme klar zu formulieren und Produkte einfach zu erklären. Bauen können plötzlich viele, aber sichtbar und verstanden zu werden, bleibt die eigentliche Arbeit.

Claude ist interaktiver und kreativer denn je

Anthropic hat seinem Assistenten ein umfangreiches Update verpasst. In Claude kannst du jetzt direkt mit Tools wie Asana, Slack oder Figma interagieren, ohne die Plattform zu verlassen. Aufgaben, Nachrichten oder Diagramme lassen sich direkt im Chat erstellen und bearbeiten. Das spart Klicks und macht den Übergang zwischen Kommunikation, Planung und Umsetzung fließender.

Besonders spannend wird es, wenn man diese Funktion mit den neuen Fähigkeiten von Claude Code kombiniert. Er kann inzwischen aus einem einzigen Prompt editierbare Videos erstellen und arbeitet dabei nicht mit generativen Videomodellen. Das Video ist im Kern Code, sodass jedes Element nachvollziehbar definiert ist. Claude nutzt externe Skills wie Remotion, um programmatische Videos zu erstellen, die sich exakt anpassen lassen.

Bemerkenswert ist, dass diese Systeme allmählich verstehen, wie Menschen tatsächlich arbeiten. Es gibt keine klar getrennten Schritte, sondern ein Wechselspiel aus Idee, Umsetzung und Feinschliff. Der nächste große Schritt wird vermutlich darin bestehen, Kreativität direkt in Prozesse zu integrieren, statt sie erst am Ende hinzuzufügen.

Project Genie: Google testet interaktive KI-Welten

Google hat mit Project Genie einen experimentellen Prototyp vorgestellt, der es ermöglicht, interaktive, begehbare KI-Welten zu erstellen. Das Projekt stammt von Google DeepMind und basiert auf dem neuen World-Model Genie 3, das Umgebungen in Echtzeit generiert und auf Nutzeraktionen reagiert.

Das ist eines der spannendsten Experimente, die Google aktuell zeigt. Project Genie macht deutlich, wohin sich KI jenseits von Text und Bildern entwickelt: hin zu begehbaren, dynamischen Welten. Die Einschränkung auf US-User und Ultra-Pläne bremst die Reichweite noch, aber als Ausblick auf zukünftige KI-Anwendungen ist das extrem relevant – gerade für Games, Simulationen und kreatives Storytelling.

Google Gemini bald mit eigenem Musik-Generator?

Google arbeitet daran, die kreativen Funktionen von Google Gemini deutlich auszubauen. Interne Hinweise zeigen neue Veograms für die videogestützte Inhaltserstellung sowie integrierte Tools zur Musikgenerierung, die direkt in Gemini nutzbar sein sollen.

Wann und ob ist noch nicht klar und bisher gibt es nur ein paar Screenshots und Auszüge aus Quelltexten. Für mich wäre es spannend zu sehen ob die neue Funktion das für mich aktuell stärkste Model (Suno V5) noch übertrifft. 

Neben Bild (Nano Banana Pro) und Video (Veo 3.1) hätte Google damit einen weiteren Medientyp im Programm. Neben der Qualität wäre ich auch echt mal neugierig auf die Trainingsdaten, denn damit hatten Suno und auch Udio ja in der Vergangenheit ja so ihre Herausforderungen.

Für mich ist das ein logischer nächster Schritt. Google macht Gemini damit zugänglicher für kreative Aufgaben, ohne dass man tiefes Prompt-Wissen braucht. Gerade die Kombination aus Video-Templates und Musik in einer Oberfläche ist für viele Content-Formate praktisch – auch wenn noch offen ist, wann und in welchem Umfang das Feature wirklich kommt.

Google Chrome: Gemini bringt Side Panel, Auto-Browse und tiefere App-Integration

Google verankert Gemini direkt in Chrome und macht den Assistenten über ein dauerhaftes Side Panel verfügbar. Auf Basis von Gemini 3 unterstützt die KI beim parallelen Arbeiten, bei Recherchen und bei typischen Web-Aufgaben. Der Start erfolgt auf macOS, Windows und Chromebook Plus.

Der Fokus liegt klar auf dem Arbeitsalltag im Browser: Inhalte lassen sich über mehrere Tabs hinweg zusammenfassen, Google-Dienste wie Gmail oder Kalender sind eingebunden und mit „Auto browse“ kann Gemini auch mehrstufige Aufgaben wie Recherche oder Reiseplanung übernehmen. Mit „Personal Intelligence“ ist zudem eine optionale Funktion angekündigt, die sich Kontext aus früheren Interaktionen merkt.

Ich habe Gemini in Chrome bereits getestet und für mich fühlt sich das wie ein logischer Schritt an. Es wird ganz normal, dass wir unseren KI-Assistenten genau dort haben, wo wir arbeiten – und das ist für viele von uns der Browser. Aktuell ist Auto-Browse nur für Pro- und Ultra-Abos verfügbar und zunächst auf die USA beschränkt, aber die Richtung ist klar und im Alltag sehr relevant.

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snipKI Spotlight 😎

Jede Woche posten wir Webinarankündigungen, unsere Lieblingssnips, kurze Umfragen oder stellen unsere snipKI-Autoren vor. Mehr über snipKI erfahren

snipKI KI-Führerschein für Einzelpersonen - neue Kohorte

Die Zeit rennt wirklich. Erst im Dezember hatten wir das letzte Info-Webinar für unseren KI-Führerschein für Einzelpersonen und jetzt geht es schon in die nächste Runde (und wir haben schon Februar 😅).

Am 10. Februar findet die nächste Infoveranstlatung für unseren KI-Führerschein über 8 Wochen für Einzelpersonen statt. 

Was dieses Format so besonders macht?

- Es geht über 8 Wochen (nicht nur einen Tag "ein bisschen KI lernen")

- 4 spannende Module (von Grundlagen bis zum Thema Automatisierung)

- 20+ Mikroaufgaben die für DICH zugeschnitten sind (da fließt echt viel Arbeit rein)

- Zusätzliche Consulting-Sessions und Zugang zum Wissen des snipKI Teams über eine eigens dafür geschaffene Austauschplattform.

Ich hab einfach zu viele 1-Tag-Workshops im Sand verlaufen sehen ... 😓 

Neugierig? Einfach zur kostenlosen Info-Veranstaltung anmelden, mehr erfahren und ganz viele Fragen stellen: 

👉🏻 Hier du dich für die Info-Veranstaltung annmelden

🔥 PS: Heißer Tipp! Hier bekommst du nicht nur 10 weitere kostenlose Snips sondern auch unseren Newsletter und kannst damit sicher sein über alle Events, Rabatte, Aktionen und Webinare zu erfahren.

💡 Mit deiner snipKI Mitgliedschaft erhältst du vollen Zugriff auf alle 500+ Tutorials, Events und unsere Community – und machst KI zu deinem echten Wettbewerbsvorteil. 🚀

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Gut zu wissen 📰

Was passiert sonst noch in Sachen KI? Die folgenden Neuigkeiten zum Thema Künstliche Intelligenz solltest du im Auge behalten.

  • Microsoft stellt neuen KI-Chip „Maia 200” vor: Microsoft hat mit dem „Maia 200“ einen KI-Chip vorgestellt, der speziell für die Inferenz großer KI-Modelle in Cloud-Infrastrukturen entwickelt wurde. Er soll deutlich mehr Rechenleistung und Effizienz bieten als seine Vorgänger. Der Chip wird zunächst in eigenen Azure-Rechenzentren genutzt und zielt darauf ab, die Inferenzkosten zu senken und die Abhängigkeit von externen Anbietern zu reduzieren.

  • OpenAI gründet Team für Wissenschaft: OpenAI hat ein internes Team namens „OpenAI for Science” gegründet. Dieses soll Wissenschaftler mithilfe großer Sprachmodelle produktiver machen und die entsprechenden Tools anpassen. Teamchef Kevin Weil beschreibt das Ziel als KI-Assistenz, die Ideen vorschlägt und Literatur verbindet. Er warnt jedoch vor subtilen Fehlern und setzt deshalb auf weniger Selbstsicherheit in den Antworten statt auf vermeintlich perfekte Treffer.

  • KI verändert mathematische Forschung nachhaltig: Forschende berichten, dass moderne KI-Modelle zunehmend komplexe mathematische Probleme lösen, die früher als schwer oder unmöglich galten. Damit stellen sie die Arbeitsweise in der Mathematik infrage. Bei einem Treffen internationaler Mathematiker zeigte ein KI-System Fähigkeiten, die von vielen Teilnehmenden als überraschend und unerwartet leistungsstark beschrieben wurden.

  • Superintelligenz braucht Regulierung: Entwickler halten eine den Menschen überlegene Superintelligenz innerhalb der nächsten Jahre für möglich. Sie verbinden damit Szenarien, die von großem Nutzen bis zu existenziellen Risiken reichen. Dem wird die Kritik gegenübergestellt, dass solche Prognosen oft Marketing sind, und es wird die Forderung nach klaren Regeln für KI-Systeme und KI-Agenten beschrieben.

  • KI könnte Top-Manager ersetzen: Im Interview mit dem Handelsblatt sagt der Berkeley-Professor Stuart Russell, dass KI-Systeme künftig Aufgaben von Top-Managern übernehmen könnten. Damit stünden traditionelle Führungsrollen infrage. Er warnt, dass die Technologie ohne richtige Entwicklung und Kontrolle Risiken für Organisationen und die Gesellschaft birgt.

  • US-Verkehrsministerium will KI für Regeln nutzen: Das US-Verkehrsministerium plant, eine KI von Google zur Vorfertigung von Verkehrs- und Sicherheitsregeln einzusetzen. Dadurch soll sich der bisherige Prozess von Monaten oder Jahren auf Tage verkürzen. Beamte sollen die von der KI erstellten Entwürfe prüfen und anpassen. Das Ziel besteht darin, Regeln schnell „gut genug“ zu erstellen, anstatt sie perfekt zu machen.

  • Forscher warnen vor KI-Schwärmen als neuer Bedrohung für die Demokratie: KI-Schwärme sind vernetzte KI-Agenten, die koordiniert wie viele echte Nutzer auftreten und so künstlichen sozialen Konsens in Online-Debatten erzeugen können. Die dynamische Anpassung von Inhalten und Verhalten erschwert laut Forschung die Erkennung solcher Einflusskampagnen in sozialen Netzwerken und erhöht das Risiko der Manipulation von Meinungsbildungsprozessen.

  • Sci-Fi-Autoren und Comic-Con schließen generative KI aus: Die Science Fiction and Fantasy Writers of America (SFWA) hat ihre Regeln geändert und schließt alle mit generativer KI erstellten Werke von der Wahl zum Nebula Award aus, nachdem es Kritik an der ursprünglichen Regelung gab. Auch die San Diego Comic-Con hat ihre Ausstellungsregeln angepasst und gestattet angesichts wachsender Ablehnung in der Kreativszene keine KI-generierten Beiträge mehr in der Kunstshow.

  • EU startet formelles Verfahren gegen Grok-KI von Elon Musk: Die EU-Kommission hat eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob der KI-Chatbot Grok auf der Plattform X gegen den Digital Services Act (DSA) verstoßen hat. Grok hatte sexualisierte und potenziell kinderpornografische Texte und Bilder verbreitet. Die Prüfung konzentriert sich auf die Risikobewertung, die Schutzmaßnahmen und die Frage, ob X ausreichende Vorkehrungen getroffen hat. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 6 % des Jahresumsatzes.

  • Forscher fordern KI als öffentliches Gut: Am WEF in Davos argumentieren Forscher, dass KI zu wichtig ist, um sie allein den großen Techfirmen zu überlassen, und fordern eine öffentliche KI-Infrastruktur. Beispiele wie die staatlich finanzierte Infrastruktur in Finnland und offene Projekte wie „Apertus” zeigen Ansätze für einen breiteren Zugang zu KI-Technologie sowie kleinere, spezialisierte Modelle statt dominanter Systeme.

  • HEN Technologies baut eine KI-Datenplattform auf Basis traditioneller Feuerwehrtechnik auf: HEN Technologies kombiniert Sensorik und vernetzte Hardware in Feuerwehrausrüstung, um detaillierte Einsatzdaten zu sammeln. Diese werden in einer Cloud-Plattform verknüpft, um den Wasserfluss und das Feuerverhalten zu analysieren. Diese physikalischen Echtzeitdaten sollen als wertvolle Grundlage für KI-Modelle dienen, die physikalische Systeme simulieren und strategische Entscheidungen verbessern.

  • US Streit um KI Regulierung geht 2026 vor Gericht: Der Konflikt zwischen den Bundesstaaten und dem Weißen Haus spitzt sich zu. Präsident Donald Trump wollte am 11. Dezember 2025 per Executive Order die Möglichkeiten der Bundesstaaten zur KI-Regulierung einschränken. Im Jahr 2026 dürfte die Auseinandersetzung vor Gericht ausgetragen werden, da die Bundesstaaten und die Tech-Lobby gegen die Vorgaben und um Zuständigkeiten kämpfen.

  • Pinterest baut wegen KI-Umbau Stellen ab: Pinterest entlässt rund 15 Prozent der Belegschaft. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit einer organisatorischen Neuausrichtung auf KI und Automatisierung. Das Unternehmen will Prozesse vereinfachen und die Teams stärker auf die Entwicklung von Produkten und KI-gestützten Systemen fokussieren.

  • Airtable setzt trotz Bewertungsverlust auf KI: Die Bewertung von Airtable ist um sieben Milliarden Dollar gefallen. Gründer Howie Liu führt dies auf einen überhitzten Markt und veränderte Erwartungen zurück. Das Unternehmen richtet sich strategisch neu aus und will mit einem stärkeren Fokus auf KI, Funktionen und Automatisierung wieder wachsen.

  • Forscher entwickeln Koordinationsmodell für KI: Forscher stellen ein KI-Modell vor, das nicht nur Einzelentscheidungen trifft, sondern auch das koordinierte Verhalten zwischen Agenten optimieren soll. Das Ziel besteht darin, realistische Mehragentensysteme zu simulieren und die Effizienz bei Aufgaben zu steigern, die gemeinsame Abstimmung erfordern.

  • Amazon streicht erneut massiv Stellen – 16.000 Arbeitsplätze betroffen: Amazon plant, in einer zweiten Welle innerhalb von drei Monaten rund 16.000 Stellen abzubauen, um den steigenden Anforderungen der Automatisierung durch Künstliche Intelligenz gerecht zu werden.

  • Eine neue Studie hat ergeben, dass KI-Tools wie ChatGPT und Google AI bei der Empfehlung von Marken und Produkten stark inkonsistent sind, was die Verlässlichkeit von AI-Tracking in Frage stellt. Marken sollten vorsichtig sein, wenn sie in AI-Sichtbarkeit investieren, da die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Listen identisch sind, unter 1% liegt.

  • Am 13. Februar 2026 werden die Modelle GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini aus ChatGPT entfernt. Diese Entscheidung basiert auf Nutzerfeedback und dem Trend zur Nutzung der neuen GPT-5.2-Version, die verbesserte Personalisierungsoptionen bietet.

  • OpenAI hat das EU Economic Blueprint 2.0 vorgestellt, das Initiativen zur Schulung von 20.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa mit KI-Fähigkeiten sowie einen 500.000 Euro umfassenden Zuschuss zur Unterstützung von Forschungsprojekten zur Sicherheit und zum Wohlbefinden von Jugendlichen beinhaltet. Ziel ist es, die KI-Adoption in Europa zu beschleunigen und die Kluft in der Nutzung von KI-Technologien zu schließen.

  • Deutsche Synchronsprecher boykottieren die Zusammenarbeit mit Netflix, da eine Vertragsklausel die Nutzung ihrer Stimmaufnahmen für KI-Training ohne zusätzliche Vergütung erlaubt. Der Verband Deutscher Sprecher:innen fordert, dass Sprecher diese Klausel ohne negative Konsequenzen zurückweisen können.

  • Mit dem Programm Higgsfield Earn kannst du Geld verdienen, indem du KI-generierte Videos auf sozialen Medien postest und auf deine Leistung basierende Belohnungen erhältst. Verifiziere deine Social-Media-Konten, erstelle Inhalte und profitiere von einem transparenten Belohnungssystem.

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Tools & Tool-Updates 🛠️ 

Freu dich auf sofort einsetzbare KI-Tools und spannende Updates für deine 
bestehende KI-Toolbox.

  • Kimi K2.5 – Der leistungsstärkste Open-Source-KI-Agent: Mit Kimi K2.5 wird ein neuer Open-Source-KI-Agent vorgestellt, der über multimodale Fähigkeiten verfügt und bis zu 100 Unteragenten in parallelen Workflows steuern kann, was die Ausführungszeit um bis zu 4,5-fach reduziert. K2.5 bietet fortschrittliche Codierungskompetenzen und kann komplexe Aufgaben in der Büroarbeit effizient bearbeiten, wodurch signifikante Zeitersparnisse erzielt werden.

  • Prism – KI-gestützter Workspace für Wissenschaftler: Prism ist ein kostenloser Workspace für wissenschaftliches Schreiben und Zusammenarbeit, der GPT-5.2 integriert, um den Forschungsprozess zu unterstützen. Du kannst damit Ideen erkunden, Hypothesen testen und in Echtzeit mit Co-Autoren an Projekten arbeiten, wodurch du die Fragmentierung der Arbeitsabläufe überwinden kannst.

  • Opennote – KI-gestützter Lernbegleiter: Mit Opennote kannst du Konzepte visualisieren, deine Ressourcen verknüpfen und durch proaktive Vorschläge lernen. Die Plattform bietet Werkzeuge wie einen KI-Chat für Erklärungen und die Möglichkeit, Journale zu teilen und in Communities zu interagieren.

  • Verbesserte Zeitsuggestions für Meetings mit Gemini in Google Calendar: Google Calendar bietet jetzt eine schnellere Möglichkeit, die besten Zeiten für Meetings mit Kollegen zu finden, indem die Verfügbarkeit der Teilnehmer mit Gemini analysiert wird.

  • ChatGPT Containers mit erweiterten Funktionen: Bash, Paketinstallation und Dateidownloads: ChatGPT kann jetzt Bash-Befehle ausführen, Node.js und JavaScript neben Python nutzen sowie Pakete über pip und npm installieren. Zudem ist es möglich, Dateien aus dem Internet herunterzuladen und im Container zu verarbeiten, was die Nutzung von ChatGPT erheblich erweitert.

  • Agentic Vision in Gemini 3 Flash: Agentic Vision in Gemini 3 Flash ermöglicht dynamische Bildverarbeitung durch eine Kombination aus visuellem Denken und Codeausführung, was die Genauigkeit bei visuellen Aufgaben um 5-10% verbessert. Du kannst es im Gemini App und Google AI Studio ausprobieren, um neue Anwendungsfälle wie Bildannotationen und visuelle Mathematik zu erkunden.

  • Yahoo startet KI-Suche „Scout”: Mit Scout bringt Yahoo eine KI-Suche, die Antworten liefert und dabei Links sichtbar in den Vordergrund stellt, statt sie hinter Buttons zu verstecken. Scout ist als Tab in Yahoo Search, als Web-App und als Kernfunktion der neuen Yahoo-Search-App verfügbar und nutzt Claude sowie Bing-Daten plus Yahoo-Inhalte zur Einordnung.

  • Lovable hat seine Funktionen verbessert und kann jetzt komplexe Builds autonom planen und ausführen, während es gleichzeitig Qualitätstest wie ein echter Benutzer durchführt. Mit nur einem Prompt kannst du jetzt unter anderem nahtlos Google-Login in deine Apps integrieren und mehrere Aufgaben gleichzeitig abarbeiten.

  • Nebula ermöglicht es dir, ein Team von spezialisierten KI-Agenten zu erstellen, die autonom arbeiten, Informationen sammeln und Aufgaben erledigen können. Mit Funktionen wie persistentem Gedächtnis und Agentenzusammenarbeit kannst du deine Arbeitsabläufe optimieren und effizienter gestalten.

  • Google hat LiteRT vorgestellt, ein neues Framework für on-device KI, das im Vergleich zu TensorFlow Lite eine bis zu 1,4-fach schnellere GPU-Leistung und vereinfachte NPU-Integration bietet. LiteRT unterstützt verschiedene Plattformen und Modelle, wodurch Entwicklern eine flexible und leistungsstarke Lösung für moderne KI-Anwendungen geboten wird.

  • Mit Agent Composer auf der Contextual AI Plattform können Teams dynamische Agenten und Arbeitsabläufe erstellen, die komplexe technische Aufgaben in einem Bruchteil der bisherigen Zeit lösen. Durch die Orchestrierung von KI-Tools und mehrstufige Logik wird die Effizienz in Branchen wie der Fertigung und Ingenieurwesen erheblich gesteigert.

  • Moltworker ermöglicht es dir, den selbstgehosteten KI-Agenten OpenClaw ohne zusätzliche Hardware effizient und sicher auf Cloudflare zu betreiben. Mit vielseitigen Integrationen und der Nutzung von Cloudflares Plattform, kannst du deinen persönlichen Assistenten über dein bevorzugtes Nachrichtensystem steuern.

  • Speakly verwandelt deine Sprache in klare und präzise Nachrichten, E-Mails und Texte, und ist dabei viermal schneller als das Tippen. Dank automatischer Textbearbeitung und Anpassungsmöglichkeiten kannst du in über 100 Apps ganz natürlich sprechen und deine Gedanken sofort festhalten.

  • Alibaba hat QoderWork, seinen ersten Desktop-AI-Agenten, vorgestellt, der lokal auf dem Nutzergerät läuft und lokale Apps sowie Workflows über natürliche Sprache steuert. Der Agent soll die Nutzung von KI von Chat-Schnittstellen auf den Desktop verlagern und ermöglicht es Nutzern, ihre Maschinen direkt zu bedienen.

  • Mit Pandada AI kannst du komplexe Datenanalysen in Sekundenschnelle durchführen, indem du einfach in natürlicher Sprache Fragen stellst und sofortige visuelle Ergebnisse erhältst. Die Plattform unterstützt zahlreiche Dateiformate und ermöglicht eine schnelle Transformation von Daten in umsetzbare Erkenntnisse, ohne dass du spezielle Kenntnisse benötigst.

  • Ting ist ein KI-gestützter E-Mail-Planer, der Meetings direkt aus deinem Posteingang bucht, ohne dass du zusätzliche Apps oder Downloads benötigst. Der Dienst ist kostenlos für Gmail und Outlook und sorgt dafür, dass Meetings einfacher und effizienter organisiert werden.

  • Mit den neuen Plugins in Cowork kannst du Claude individuell anpassen, um spezielle Aufgaben zu erledigen, wie beispielsweise in den Bereichen Vertrieb oder Finanzanalyse. Die Plugins sind lokal speicherbar und bieten eine flexible Möglichkeit, Claude noch effektiver für deine Bedürfnisse einzusetzen.

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  • Vorträge - die Lust auf das Thema machen
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👉🏻 Hier findest du alle Infos (+ Auswahl einiger Referenzen)

Übrigens sind alle Ressourcen, die ich mit dir teile – einschließlich Sponsoren-Links (die ich markieren muss) – für Tools, die ich selbst benutze oder benutzen würde, wenn ich den Bedarf hätte. Ich empfehle dir wirklich nur Dinge, hinter denen ich stehe!

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