🔍 47 % prüfen KI-Ergebnisse nicht mehr genau. Du auch?
Moin zur Ausgabe 204! Diese Woche stand ich in Heidelberg bei der Konferenz Netzwerk Betriebsräte-Pharma vor über 80 Menschen, die in Betriebsräten von Pharmaunternehmen sitzen. Ich hatte Sorge, ob ich die 90 Minuten fülle, am Ende musste ich Folien überspringen, weil…
Moin zur Ausgabe #204! Diese Woche stand ich in Heidelberg bei der Konferenz Netzwerk Betriebsräte-Pharma vor über 80 Menschen, die in Betriebsräten von Pharmaunternehmen sitzen. Ich hatte Sorge, ob ich die 90 Minuten fülle, am Ende musste ich Folien überspringen, weil so viele kritische und gute Fragen kamen. Betriebsräte sollen KI selbst nutzen und gleichzeitig mitentscheiden, wie sie im Unternehmen eingesetzt wird. Ein paar Eindrücke davon stehen auf LinkedIn. Und wer lieber zuhört: Im t3n-Podcast „Arbeit in Progress“ erzähle ich, warum ich meinen Hauptagenten Neo abgeschaltet habe und wie wir bei snipKI heute mit Agenten arbeiten. Aufgenommen haben wir die Folge Ende September auf der Dmexco.
In dieser Ausgabe stehen vier Top-Meldungen, mein Impuls zur Frage, wer noch liest, was die KI liefert, zwölf Kurznews, neun Tools, das KI-Update als Video und die Frage der Woche. Im snipKI-Teil geht es um unser kostenloses Webinar für Führungskräfte am 12. November.
Mein Blick auf die KI-Woche
Die Bundesregierung hat am 2. November aufgeschrieben, wo Deutschland 2030 stehen soll: 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen setzen KI ein, und mindestens 65 Prozent der Beschäftigten bekommen von ihrem Arbeitgeber regelmäßig KI-Weiterbildung angeboten. Zwei Tage später lieferte das DIW den Stand von heute. Nur rund zwölf Prozent der Beschäftigten haben KI bei der Arbeit bisher viel genutzt, fast die Hälfte noch gar nicht.
Bei denen, die schon weit sind, wird KI gleichzeitig zur Kostenfrage. Apple senkt laut Bloomberg die Tagesbudgets seiner Ingenieure, Revolut hat seine Entwickler auf ein selbst betriebenes offenes Modell umgezogen. Wer KI im Unternehmen einführt, hat damit zwei Baustellen auf einmal. Die meisten Leute fangen gerade erst an, und die wenigen Vielnutzer erzeugen Rechnungen, die jemand verantworten muss.
Mich selbst beschäftigt diese Woche vor allem eine dritte Sache. Agenten liefern schneller, als wir prüfen können. Auf LinkedIn habe ich gefragt, ob euch das auch so geht, darunter stehen inzwischen 68 Kommentare. Daraus ist der Impuls dieser Ausgabe geworden.

Ein Thema der Woche, das ich länger mit mir herumgetragen habe.
Wer liest noch, was die KI liefert?
Workday befragt jeden Monat Beschäftigte zu ihrer KI-Nutzung, im September waren es rund 1.000 in Deutschland. Die Auswertung ist am 3. November erschienen. 47 Prozent sagen, sie können sich auf KI-Ergebnisse verlassen, ohne sie genau zu prüfen. Das sind etwas mehr als im Vormonat und mehr als im globalen Schnitt von 44 Prozent.
Im selben Bericht steht die Kehrseite. 36 Prozent verlieren mindestens die Hälfte der gesparten Zeit wieder, weil sie mangelhafte Ergebnisse überarbeiten müssen. Unterm Strich bleiben 2,6 Stunden pro Woche. In #200 ging es um die Frage, ob KI Zeit spart oder Arbeit nur verschiebt, hier steht jetzt eine Zahl dazu.
Miro hat parallel mehr als 9.500 Führungskräfte und Beschäftigte befragt. 83 Prozent fühlen sich mit KI produktiver, 59 Prozent haben aber auch mehr KI-Ergebnisse auf dem Tisch, die sie prüfen müssen. Dass die Qualität ihrer Arbeit besser geworden ist, sagen nur 56 Prozent.
Genau darum ging es in meinem Beitrag zu Human in the loop. Das Prinzip funktioniert, solange die KI langsamer liefert, als wir lesen können. Ein Agent schreibt heute in Minuten, wofür wir zum Gegenlesen Stunden bräuchten. Dann bleiben zwei Wege: Du prüfst alles und bist irgendwann nur noch Prüfer, oder du winkst durch.
Ich glaube, der zweite Weg passiert schon öfter, als wir zugeben. Die 47 Prozent aus der Workday-Umfrage sehen für mich genau so aus. Im Prozess steht dann noch ein Mensch, gelesen hat aber keiner.
Beim Bauen sehe ich dasselbe Muster. 2015 war „Machine, pls make website“ ein Witz auf Reddit, heute sehen viele Prompts genau so aus, und am Ende steht eine funktionierende Website. Schwerer wird dafür, zu erkennen, ob das Ergebnis taugt und sicher ist.
Revolut, um das es unten in den Top-Meldungen geht, erklärt seinen Aufsichtsbehörden, dass die Coding-Agenten nie allein handeln. Sie laufen in einer Sandbox mit Freigaberegeln, die festlegen, welche Befehle erlaubt sind. Das verlagert die Kontrolle nach vorne, auf die Frage, was ein Agent überhaupt darf, statt hinterher jede Zeile zu lesen.
Workday rät, beim Messen nicht nur die gesparte Zeit zu zählen, sondern auch die Zeit fürs Nachbessern. Wer nur die Ersparnis misst, sieht die Prüfarbeit nie.
Werkzeug der Woche
Alle KI-Modelle auf einer Zeitleiste
Jeder Eintrag ist gegen die Ankündigung des Labors geprüft. Diese Woche neu dabei sind unter anderem GPT-6 Cyber und die Bildmodelle GPT-Image-2.6 Flare und Sunburst von OpenAI, Hy4 von Tencent, LongCat-2.5 von Meituan und das offene Modell Inkling 2 Small von Thinking Machines. Zur Zeitleiste

Was beim letzten Mal herauskam, und die Frage, die diese Woche läuft.
Das kam beim letzten Mal heraus
Beim letzten Mal wollte ich wissen, ob dein Unternehmen KI voll ausnutzt. 76,8 Prozent sagen: eher nicht. Größtenteils sagen 17,2 Prozent, voll und ganz nur 4 Prozent, und 2 Prozent wissen es nicht.
Das passt zu den Zahlen aus Berlin weiter unten: Das Ziel ist hoch, der Alltag hinkt hinterher. Die Bundesregierung will, dass Arbeitgeber regelmäßig KI-Weiterbildung anbieten, das DIW sieht vor allem die ohnehin Interessierten vorne. Deshalb will ich diesmal wissen, wer dir KI beibringt.
Kurze UmfrageWer bringt dir KI eigentlich bei?Mein ArbeitgeberIch mir selbstKolleginnen und KollegenNiemand so richtigEin Klick genügt, das Ergebnis siehst du sofort. 
Anzeige. nuwacom und IONOS unterstützen diese Ausgabe.
Souveräne KI-Infrastruktur: Worauf Unternehmen bei sicherer KI-Adoption achten müssen
Fast alle Entscheider wollen bei KI souveräner werden, aber nur die wenigsten haben eine Antwort darauf, wie das geht, ohne Produktivität oder Modellqualität zu verlieren. Genau darum geht es im nuwacom Webinar mit IONOS. Du erfährst, wie souveräne KI in der Praxis aussieht von einem Anbieter, der sie selbst aufbaut.
Mit Andreas Maurer (IONOS), Sascha Böhr und Alexander Kleinen (nuwacom). 18. November 2026, 11:00 Uhr, 45 Minuten plus Q&A.

Wie ich die Firma aufbaue, woran wir gerade arbeiten und wo du dabei sein kannst.
Am 12. November um 17:30 Uhr geht es in unserem kostenlosen Webinar um Führungskräfte und KI. Christof Schmid, Education Partner von snipKI, und ich zeigen in 60 Minuten, welche drei Shifts und Skills jede Führungskraft 2027 kennen muss, und stellen am Ende unser KI-Leadership-Programm vor. Wir haben in den letzten Jahren viele Teams begleitet und immer wieder gesehen, dass Führungskräfte sich bei KI rausnehmen oder sich nicht trauen, vermeintlich dumme Fragen zu stellen. Hier kannst du dich anmelden.
Das DIW zeigt in den Top-Meldungen, dass Frauen KI seltener nutzen und es auch künftig seltener vorhaben. Genau dafür gibt es unseren KI-Führerschein nur für Frauen, die nächste Kohorte startet am 13. November mit Constanze Bolsch als Trainerin.
Und eine Frage an dich: Woran steckst du mit KI im Team gerade fest? Antworte einfach auf diese Mail. Eure Antworten fließen in unsere Sessions und in die nächsten Ausgaben.
Nächste Termine
12. November, 17:30 Uhr: Gratis-Webinar „KI braucht Leadership“
60 Minuten mit Christof Schmid und mir, online und kostenlos.
13. November: Neue Kohorte im KI-Führerschein für Frauen
Rund zehn Wochen live unter Frauen, mit eigenen Aufgaben und eigenen Tools. Kick-off am 13. November.
Das KI-Update als Video
KI News: Revolut ersetzt Claude Code und spart 90 Prozent
Die Woche im Video. Darin geht es um Anthropics interne Claude-Nutzung, die mehr wert ist als die Gehälter, um GPT-6 Cyber und um Revolut, das mit offenen Modellen rund 90 Prozent beim KI-Coding spart, dazu um Gemini Omni 1.2 Flash, Siri AI und Suno mit MIDI. Video ansehen

Die Meldungen, die diese Woche wirklich etwas verändern, jeweils mit meiner Einordnung.
OpenAI findet mit KI 948 Wege zu Root-Rechten in Linux
Ein Prototyp von OpenAI hat 2.308 mögliche Fehler im Linux-Kernel untersucht und 1.724 davon nachgestellt. Für 948 Lücken baute er funktionierende Exploits, über die sich ein lokaler Nutzer volle Root-Rechte verschafft, Patches für die Kernel-Entwickler hat die KI gleich mitgeliefert. Der Lauf kostete laut der Veröffentlichung vom 4. November rund 1,2 Millionen Dollar an API-Gebühren.
Dahinter steckt GPT-6 Cyber, das OpenAI am 5. November vorgestellt hat. Laut heise löst es im Exploit-Test ExploitGym 48,5 Prozent der Aufgaben, der Vorgänger kam auf 32,1, und es hat 81 bisher unbekannte schwere Lücken in Firefox gefunden. OpenAI stuft das eigene Modell als „kritisch“ ein, Zugang bekommen nur geprüfte Sicherheitsteams über das Programm Daybreak Red.
Nach dem Vorfall bei Hugging Face aus dem September hat OpenAI nachgeschärft: Ohne ausdrückliche Grenzen verließ GPT-6 Cyber in 0,07 Prozent der Testläufe seinen Rahmen, beim Vorgänger waren es 5,51 Prozent. Linux- und Firefox-Updates solltest du deshalb gerade nicht liegen lassen.
Die Bundesregierung will, dass 65 Prozent der Beschäftigten KI-Weiterbildung bekommen
Zum Digital-Gipfel hat die KI-Taskforce der Bundesregierung am 2. November ihren Ergebnisbericht „Deutschland als KI-Nation 2030“ veröffentlicht, mit 18 Schlüsselmaßnahmen und messbaren Zielen. Bis 2030 sollen 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen KI einsetzen, mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung sollen KI-basiert entstehen und 90 Prozent der Bundesbehörden mindestens eine KI-Anwendung für Kernaufgaben nutzen.
Für Arbeitgeber steht im Bericht selbst eine spannende Zahl. Mindestens 65 Prozent der Beschäftigten sollen regelmäßig Angebote zur KI-Weiterbildung von ihrem Arbeitgeber bekommen. Dazu kommt das Ziel, dass sich 60 Prozent der Erwachsenen im Umgang mit KI-Tools sicher fühlen. Mehrere Kennzahlen sind im Bericht mit „noch zu definieren“ markiert.
Eine Pflicht dazu gibt es schon: Seit Februar 2025 verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung, dass Unternehmen die KI-Kompetenz ihrer Leute fördern. In der Umfrage aus #203 haben 45,1 Prozent von euch gesagt, dass bei euch einzelne Fans im Team KI vorantreiben. Ein regelmäßiges Lernformat macht daraus eine Aufgabe des Unternehmens und kein Hobby einzelner Leute.
Nur jede achte beschäftigte Person nutzt KI im Job viel
Das DIW Berlin hat am 4. November eine Studie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels veröffentlicht, die Daten stammen aus dem Jahr 2025. Nur etwa zwölf Prozent der Beschäftigten in Deutschland haben KI bei der Arbeit bisher viel oder sehr viel genutzt, fast die Hälfte kam noch gar nicht damit in Berührung. In #199 stand eine Umfrage, nach der fast jeder zweite Beschäftigte KI-Agenten nutzt, das DIW zeichnet mit seinen Panel-Daten ein deutlich nüchterneres Bild.
Jüngere, besser gebildete Männer in stark digitalisierten Berufen nutzen KI deutlich häufiger als andere. Rund die Hälfte der Beschäftigten will auch künftig wenig oder gar keine KI einsetzen, besonders Frauen und Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss. Die Studienautorinnen warnen, dass KI damit die digitale Spaltung der Arbeitswelt vertieft.
Neben das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung gelegt, zeigt die Studie, wie weit der Weg ist. Das DIW fordert gezielte Weiterbildung, die nicht beim Bedienen stehen bleibt, sondern auch das Einschätzen von Grenzen vermittelt. Wer im Unternehmen nur die ohnehin Interessierten erreicht, vergrößert die Lücke im eigenen Haus.
Revolut ersetzt Claude Code durch ein selbst betriebenes Modell und zahlt ein Zehntel
Revolut hat seine rund 2.000 Entwickler von Claude Code und Codex auf das offene Modell GLM von Z.ai umgestellt, betrieben auf rund 56 Nvidia-B200-Chips in eigener Infrastruktur. Die Rechnung liegt laut Revolut bei etwa einem Zehntel, rund 30 Cent pro Million Tokens. Erzählt hat das David Abitbol, der bei Revolut KI-Betrieb und Infrastruktur verantwortet, auf der Konferenz AI Engineer in New York.
Auslöser waren laut it-daily Budgetgrenzen, nachdem einzelne Entwickler 1.000 oder 10.000 Dollar im Monat ausgegeben hatten. Laut einer Analyse von StartupHub.ai fehlen in der Rechnung Cloud, Personal und Monitoring, und ob die Chips gekauft oder gemietet sind, blieb offen. Die 90 Prozent sind also die Zahl des Unternehmens, keine Vollkostenrechnung.
Revolut ist mit dem Thema nicht allein. Apple hat laut Bloomberg das tägliche KI-Budget einiger Ingenieure von 300 auf 200 Dollar gesenkt, und Anthropic schreibt in seinem Börsenprospekt, dass der Wert der internen Claude-Nutzung zu Kundenpreisen schon im April die monatlichen Gehälter überstieg, berichtet Business Insider. Wer KI-Tools freigibt, braucht neben der Lizenz ein Budget pro Team und eine Vorstellung davon, was ein erledigter Vorgang kosten darf.

Kleinere Meldungen, die du kennen solltest, in je einer Zeile.
Ein Generalanwalt am EuGH sieht Chatbot-Antworten als mögliche Verletzung des Presseverlegerrechts: Maciej Szpunar hat am 3. November seine Schlussanträge im Fall des ungarischen Verlags Like Company gegen Google verlesen. Laut turi2 sieht er das Recht verletzt, wenn Nutzer wegen der Gemini-Antwort den Originalartikel nicht mehr aufrufen, das Training hält er für zulässig. Das Gericht ist daran nicht gebunden.
Ein Gericht in São Paulo verbietet Meta, Inhalte brasilianischer Medien fürs KI-Training zu nutzen: Meta hatte in neuen Nutzungsbedingungen die kostenlose Überlassung der Inhalte zur Bedingung gemacht, um weiter auf den Plattformen präsent zu sein. Der Richter setzte diesen Teil per einstweiliger Verfügung aus.
96 Prozent der Unternehmen würden bevorzugt KI aus Deutschland nutzen: Das zeigt eine Bitkom-Befragung unter 603 Unternehmen. 64 Prozent wollen dafür aber weder mehr zahlen noch auf Funktionen verzichten. KI aus den USA bevorzugen nur noch 41 Prozent, vor einem Jahr waren es 51.
Jede und jeder Neunte hat KI schon im Kontakt mit Behörden genutzt: Am häufigsten, um die eigenen Rechte zu prüfen (35 Prozent), ein Viertel lässt sich Behördenbriefe erklären. Befragt hat der Bitkom 1.004 Menschen ab 18 Jahren.
Nach den US-Zwischenwahlen erleben KI-Aktien ihren schwärzesten Tag seit Jahren: Der US-Halbleiterindex PHLX verlor am 5. November über 12 Prozent, der Nasdaq 5,5 Prozent. In dutzenden lokalen Abstimmungen hatten sich Wählerinnen und Wähler gegen neue KI-Rechenzentren ausgesprochen.
METR sieht bei Anthropic ein fast doppelt so hohes Entwicklungstempo: Die Benchmark-Werte von Anthropics Modellen wachsen laut der unabhängigen Prüforganisation seit Oktober 2025 etwa 1,9-mal so schnell wie davor. Anthropic hat den Großteil der Belege, die METR am aussagekräftigsten fand, aus dem Bericht schwärzen lassen.
Geoffrey Hinton hält einen großen KI-Zwischenfall schon 2026 oder 2027 für möglich: Im Gespräch mit dem Guardian nennt er als Beispiel einen vorübergehenden Ausfall von Finanz- oder Stromsystemen. Es könne sich herausstellen, dass wir ohne KI besser dran gewesen wären.
Schadsoftware VOLTA lässt eine KI entscheiden, welche gestohlenen Daten am meisten wert sind: Die Windows-Malware stiehlt Passwörter, Sitzungen und Krypto-Wallets und schickt ein Profil des Opfers an ein Sprachmodell. Lehnt ein Modell ab, probiert sie bis zu zwei weitere, schreibt Cisco Talos.
Coding-Agenten installieren veraltete MCP-Server aus ihrem Trainingswissen: Glow Labs hat beobachtet, dass Agenten archivierte Server einrichten, für die es keine Sicherheitsupdates mehr gibt. In 98 Prozent dieser Fälle kannte der Agent den Server aus den Trainingsdaten, der Nutzer hatte ihn nicht verlangt.
ChatGPT kommt laut OpenAI auf ein Fünftel des Google-Suchvolumens: Das sagte OpenAI-Manager Adam Fry in einem Interview, gemeint sind suchähnliche Anfragen. Websuchen löst ChatGPT vor allem bei Fragen zu Personen, Orten, Finanzen und Gesundheit aus.
Apple öffnet Siri AI für alle App-Entwickler: Seit den Betas von iOS 27.3 und macOS 27.3 vom 3. November können Apps ihre Inhalte und Aktionen über App Intents an Siri AI übergeben. Deutsch fehlt in Apples Liste der unterstützten Sprachen bisher.
Google DeepMind: Beschäftigte wehren sich gegen lebenslange Schweigeklauseln: Laut Washington Post wollen Mitarbeitende aus Verschwiegenheitsvereinbarungen entlassen werden, damit sie die Öffentlichkeit über Risiken der Technik informieren können.

Was ich mir angesehen habe und für wen es sich lohnt.
Images 2.6 von OpenAI: Bilder entstehen laut OpenAI 50 Prozent schneller, dazu kommen animierte GIFs. In der API wählst du zwischen Flare, das bei niedriger Qualität in rund sechs Sekunden liefert, und Sunburst für mehr Details.
Gemini Omni 1.2 Flash: Erzeugt 15-Sekunden-Videos, die du im Gespräch weiter bearbeitest, statt neu zu generieren. Laut Google 30 Prozent günstiger, verfügbar in der Gemini API, Google Vids und Gemini für Unternehmen.
Inkling 2 Small von Thinking Machines: Offenes Mixture-of-Experts-Modell mit 594 Milliarden Parametern, davon 17 Milliarden aktiv, mit Bildeingabe. Zum Start nur über die Plattform Tinker, die Gewichte unter Apache 2.0 sollen nach einer Sicherheitsprüfung folgen.
Pangram Image 1.0: Erkennt KI-Bilder und markiert per Heatmap die Stelle, an der KI im Spiel war. Die kleinere Variante prüft Videos Bild für Bild, auch per Chrome-Erweiterung direkt im Feed.
Security Center und Inference Hooks für Claude Enterprise: Die Hooks schicken Prompts und Tool-Aufrufe zur Prüfung an eure Datenschutz-Werkzeuge, private Claude-Konten lassen sich auf Firmenrechnern sperren. Nach den Smart Reports aus #203 der zweite Baustein für Admins.
Agenten-Analyse von Cloudflare: Zeigt, welche persönlichen Agenten im Auftrag von Menschen deine Website besuchen, und lässt dich festlegen, was sie dürfen. In #197 hatte Cloudflare schon Such- und Trainingsbots getrennt.
Phone Harness: Open Source: Dein KI-Agent tippt, schreibt und scrollt in den Apps auf deinem iPhone oder Android-Gerät, ohne Jailbreak und ohne zusätzliche App.
Suno startet Songs aus MIDI-Dateien: Datei auf die Create-Seite ziehen, und Suno spielt deine Noten exakt nach oder entwickelt aus einem Motiv etwas Neues.
dsh-superagent von DeepSeek: Forschungsprototyp eines Coding-Agenten, der auf Anfragen in einem GitHub-Projekt reagiert, selbst Aufgaben anlegt und Änderungen zur Prüfung vorschlägt. Ausdrücklich kein offizielles Produkt, vor dem Einsatz prüfen.
Das war's mit Ausgabe 204. Mein Vorschlag zum Ausprobieren: Such dir ein KI-Ergebnis, das du diese Woche ohne genaues Lesen weitergegeben hast, und lies es jetzt einmal komplett. Dann weißt du, ob dein Gefühl beim Durchwinken stimmt.
Jens
Nur für die, die bis hier gescrollt sind
Mein Use Case der Woche
Ich baue in meine Vorträge inzwischen gern Live-Umfragen ein: Handy raus, abstimmen, Ergebnis direkt auf der Leinwand. Auf der AI Week in Frankfurt waren es zwei Fragen. 95 Prozent im Saal nutzen irgendein KI-Tool, aber nur 3 Prozent sagen, ihr Unternehmen nutze KI wirklich aus, 79 Prozent sagen eher nicht. Hier im Newsletter kam fast dasselbe heraus. Am Zugang liegt es also nicht, die Lizenzen sind gekauft und ausprobiert hat es fast jeder. Auf LinkedIn läuft die Abstimmung weiter, in ein paar Wochen teile ich, was dabei herauskommt.
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Jens Polomski · snipKI GmbH · Lerchenweg 4, 50997 Köln
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