🏆 Google ist zurück an der Spitze & ein KI-Modell wollte Daten nach Peking schicken
Moin zur Ausgabe 203! Seit dem 29. Oktober ist unsere neue snipKI-Plattform online, Webseite, Lernplattform und KI-Führerschein laufen jetzt in einem System. Am 28. Oktober stand ich mit meinem Talk „Build What Was Never Worth Building“ auf der AI Week Frankfurt, und b…
Moin zur Ausgabe #203! Seit dem 29. Oktober ist unsere neue snipKI-Plattform online, Webseite, Lernplattform und KI-Führerschein laufen jetzt in einem System. Am 28. Oktober stand ich mit meinem Talk „Build What Was Never Worth Building“ auf der AI Week Frankfurt, und beim ersten ING Business Circle in Berlin haben Moritz und ich mit Selbstständigen eigene KI-Helfer gebaut. Wer lieber zuhört: Im eBay-Podcast „Alles top. Gerne wieder!“ habe ich über KI als Sparring-Partner im Business gesprochen.
In dieser Ausgabe stehen sechs Top-Meldungen, mein Impuls zu einer Studie, nach der KI uns besser macht, aber nicht klüger, elf Kurznews, zehn Tools, das KI-Update als Video und die Frage der Woche. Und im snipKI-Teil wartet ein Relaunch-Angebot, das nur bis Mittwoch, 4. November, gilt.
Mein Blick auf die KI-Woche
KI wird gerade gleichzeitig stärker, billiger und selbstständiger. Google ist mit Gemini 4 Carbon zurück an der Spitze, OpenAI halbiert den Preis für Agenten, die den Rechner bedienen, und Claude entwirft im Labor schon Antikörper für neue Medikamente.
In den Unternehmen kommt davon noch wenig an. Laut Deloitte sehen nur 17 Prozent der Finanzvorstände einen messbaren Nutzen, und Anthropic zeigt, dass selbst Profis die Richtung ihres Agenten übernehmen, ohne es zu merken.
Der Engpass liegt damit bei dem, was die Leute mit der Technik können. Darum ging es auch in meinem Beitrag mit der stärksten Resonanz der Woche: Hör auf zu warten, bis dir jemand sagt, was KI in deinem Job kann.

Ein Thema der Woche, das ich länger mit mir herumgetragen habe.
Mit KI besser, ohne KI nicht klüger
In Nature Human Behaviour ist am 26. Oktober eine Studie erschienen, die etwas misst, das ich in Workshops ständig erlebe. 487 Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberater bekamen Zugang zu ChatGPT samt Schulung und sollten damit Data-Science-Aufgaben lösen, die außerhalb ihres Fachs liegen. Mit KI schnitten sie bei drei Aufgaben besser ab als die Vergleichsgruppe, an echte Data Scientists kamen sie aber nicht heran.
Nach dem Experiment sollten sie technische Fragen ohne ChatGPT beantworten. Einen Wissenszuwachs fanden die Forschenden dabei nicht. Sie beschreiben KI deshalb als Exoskelett, das dich stärker macht, solange du es trägst.
Die Studie hat klare Grenzen, es waren Berater mit fachfremden Aufgaben, nicht Fachleute in ihrem eigenen Feld. Trotzdem trennt sie sauber zwischen „mit KI besser“ und „durch KI besser geworden“, und genau diese Unterscheidung fehlt in den meisten Gesprächen über Lizenzen.
Die Anthropic-Studie in den Top-Meldungen zeigt die andere Seite derselben Sache. Wer mit einem Agenten arbeitet, übernimmt dessen Argumente oft, ohne es zu merken. Die eine Studie misst das Lernen, die andere das Entscheiden.
Auf der AI Week habe ich am 28. Oktober gesagt, was sich jetzt wirklich zu bauen lohnt: die Fähigkeiten deiner Leute. Ein Tool ist schnell eingekauft, diese Fähigkeiten aufzubauen dauert länger. Dafür wachsen sie mit jedem neuen Modell mit, darüber habe ich auch auf LinkedIn geschrieben.
Die Studie zeigt, warum das kein netter Zusatz ist. Wer nur mit dem Exoskelett gut ist, steht ohne es wieder am Anfang, beim nächsten Toolwechsel genauso wie beim nächsten Ausfall. Lernen passiert dort, wo jemand nachvollzieht, warum ein Ergebnis stimmt.
Werkzeug der Woche
Alle KI-Modelle auf einer Zeitleiste
Jeder Eintrag ist gegen die Ankündigung des Labors geprüft. Diese Woche neu dabei sind unter anderem GPT-6.1 Terra von OpenAI, Gemini 4 Carbon und das Weltmodell Genie 4 von Google DeepMind sowie die offene Modellfamilie LFM3 von Liquid AI. Zur Zeitleiste

Was beim letzten Mal herauskam, und die Frage, die diese Woche läuft.
Das kam beim letzten Mal heraus
Beim letzten Mal wollte ich wissen, wer KI bei euch im Unternehmen vorantreibt. 45,1 Prozent sagen: einzelne Fans im Team. Bei 33,1 Prozent ist es die Geschäftsführung, bei 14,3 Prozent niemand so richtig und bei 7,5 Prozent die IT.
KI kommt also meistens über Leute in die Firma, die selbst ausprobieren. Die neue Frage schaut aufs Ganze: Glaubst du, dein Unternehmen nutzt KI voll aus?
Kurze Umfrage Glaubst du, dein Unternehmen nutzt KI voll aus? Ja, voll und ganz Größtenteils Eher nicht Keine Ahnung Ein Klick genügt, das Ergebnis siehst du sofort. 
Wie ich die Firma aufbaue, woran wir gerade arbeiten und wo du dabei sein kannst.
Seit dem 29. Oktober ist sie online: unsere neue snipKI-Plattform. Webseite, Lernplattform und KI-Führerschein laufen jetzt in einem System mit einem Login für alles. Angefangen haben wir auf Notion, danach kamen zwei Versionen auf WordPress und mit jedem Feature ein neues Plugin. Jetzt haben wir es selbst gebaut, und vor dem Start haben 62 Beta-Tester sieben Tage lang mit einem Backstage-Pass getestet. Oben siehst du die neue Startseite.
Drin sind über 500 KI-Tutorial-Videos, jede Woche kommen neue dazu, außerdem das wöchentliche KI-Update als Video, alle bisherigen Webinare und Zertifikate für deinen Lernerfolg. Du kannst dich kostenlos registrieren und in drei Videos deiner Wahl reinschauen.
Relaunch-Angebot · nur bis Mittwoch, 4. November
Ein Jahr KI lernen für 300 € statt 499 €
Über 500 Tutorials, jede Woche bis zu fünf neue, dazu Live-Sessions, Vorlagen, Community und mehr. Du sparst 199 Euro und lernst KI mit unter einem Euro am Tag.
Nur für Neukunden und nur bis Mittwoch, 4. November, 23:59 Uhr. Der Code SNIPKI300 ist im Checkout schon eingetragen, danach kostet der Jahresplan wieder 499 €.
Nächste Termine
12. November, 17:30 Uhr: Gratis-Webinar „KI braucht Leadership“
60 Minuten mit Christof Schmid, Education Partner von snipKI, und Mascha aus unserem Team, online und kostenlos. Am Ende stellen die beiden unser KI-Leadership-Programm vor.
13. November: Neue Kohorte im KI-Führerschein für Frauen
Rund zehn Wochen unter Frauen, Kick-off am 13. November.
Das KI-Update als Video
KI-News: Anthropic geht an die Börse, Qwen will nach Peking hochladen
Die Woche im Video. Darin geht es um Gemini 4 Carbon als neue Nummer eins, Anthropics Börsenprospekt und GPT-6.1 Terra für Computer Use, dazu um Genie 4, Mistral Large 4, das Qwen-Modell mit dem seltsamen Upload-Versuch und unsere neue Lernplattform. Video ansehen

Die Meldungen, die diese Woche wirklich etwas verändern, jeweils mit meiner Einordnung.
Google ist mit Gemini 4 Carbon zurück an der Spitze
Google hat am 28. Oktober Gemini 4 Carbon vorgestellt, nur zwei Wochen nach Gemini 4 Argon aus #201. Im Intelligence Index von Artificial Analysis steht Carbon mit 59 Punkten auf Platz 1. Beim Finden von Sicherheitslücken erreicht es auf SEC-bench Pro laut Google 88,2 Prozent.
Nutzen kannst du es noch nicht. Google gibt Carbon zuerst nur ausgewählten Cyber-Verteidigern und lässt es im freiwilligen Testverfahren der US-Regierung prüfen. Danach soll es zum Einführungspreis von Argon kommen, 2 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 Dollar für die Ausgabe.
Zwei Spitzenmodelle in zwei Wochen, das finde ich verrückt. Lange sah es so aus, als würden OpenAI und Anthropic das Tempo allein vorgeben. Google ist zurück, und den Riesen sollte man nicht unterschätzen.
Profis übernehmen die Richtung ihres Agenten, ohne es zu merken
Anthropic hat am 27. Oktober eine Studie mit 50 erfahrenen Analysten veröffentlicht, die mit Claude Code eine statistische Auswertung für eine fiktive Landwirtschaftsgenossenschaft machen sollten. Bei vier Entscheidungen gab es jeweils zwei vertretbare Wege, und per Münzwurf bekam der Agent heimlich eine Vorliebe. In 86 Prozent der Fälle wählten die Analysten die Seite ihres Agenten, ohne Einfluss wären rund 50 Prozent zu erwarten gewesen.
Hatten sie vorher schon eine eigene Meinung, wechselten sie in 60 Prozent der Fälle, sobald der Agent widersprach. 77 Prozent nutzten danach die Argumente des Agenten, teils wörtlich, aber nur 15 Prozent nannten ihn als Quelle.
Anthropic schreibt selbst, dass die Vorlieben im Test absichtlich verstärkt waren und der Effekt im Alltag kleiner sein kann. Wer mit dem Agenten arbeitete, war außerdem schneller und machte weniger schwere Fehler. Bei Ermessensfragen hilft es trotzdem, zuerst selbst zu entscheiden und dann den Agenten zu fragen.
Agenten, die den Rechner bedienen, kosten bei OpenAI die Hälfte
OpenAI hat am 26. Oktober GPT-6.1 Terra vorgestellt, ein Modell für Bildschirmarbeit wie Formulare ausfüllen, Anwendungen bedienen oder technische Zeichnungen lesen. Laut OpenAI liegen die API-Preise 50 Prozent unter GPT-5.6 Terra und GPT-6.1 Sol.
Microsoft hat das Modell am selben Tag in Foundry freigegeben, auch mit Datenhaltung in der EU. Dort kostet eine Million Tokens 1,20 Dollar für die Eingabe und 6 Dollar für die Ausgabe, im globalen Angebot sind es 1 und 5 Dollar. Der Aufschlag für die EU-Datenzone liegt damit bei 20 Prozent.
In #198 ging es um Preissenkungen bei den Arbeitsmodellen von OpenAI und Anthropic, jetzt trifft es die Agenten. OpenAI nennt als Beispiel eingehende Rechnungen, die der Agent liest und in die Buchhaltungssoftware überträgt. Rechne bei solchen Abläufen mit dem Preis pro erledigter Aufgabe, nicht pro Token.
Claude hilft beim Entwickeln neuer Medikamente
Anthropic hat am 27. Oktober Zwischenergebnisse aus sechs Forschungspartnerschaften mit Pharma- und Biotechfirmen veröffentlicht, darunter Bristol Myers Squibb. Claude arbeitet dort an vielen Schritten mit, vom Entwurf neuer Moleküle bis zu den Unterlagen für die Zulassung. Bei Enveda schrieb Claude den ersten Entwurf eines wichtigen Zulassungsdokuments in vier Stunden, von Hand dauerte das rund drei Monate.
Bei Divergence Labs erzeugte Claude weitgehend selbstständig rund 35.000 Antikörper-Entwürfe in etwa einem Monat, gegen Lebensmittelallergien. Bei Generate Biomedicines war ein von Claude vorgeschlagenes Design für eine Krebs-Zelltherapie rund 70 Prozent kürzer und wirkte im Labortest besser. Anthropic betreibt außerdem eigene Programme, etwa gegen seltene Formen von Muskeldystrophie bei Kindern.
Das sind frühe Laborergebnisse, eine Wirkung beim Menschen ist damit noch nicht belegt. Trotzdem ist das für mich eine der spannendsten Meldungen der Woche. Wenn sich das hält, kommen neue Therapien schneller bei den Menschen an, die darauf warten.
Nur 17 Prozent der Finanzvorstände sehen einen messbaren Nutzen
Deloitte hat zwischen dem 10. September und dem 2. Oktober mehr als 120 Finanzvorstände deutscher Großunternehmen befragt. Nur 17 Prozent erzielen derzeit einen messbaren Mehrwert mit ihren KI-Initiativen, 70 Prozent erwarten ihn innerhalb von zwei Jahren. Ihre KI-Ausgaben beziffern können nur 42 Prozent.
83 Prozent nennen Effizienz und Kostensenkung als wichtigstes Ziel, neue Geschäftsfelder spielen kaum eine Rolle. Gartner kommt bei 2.002 befragten IT-Chefs auf ein ähnliches Bild: Nur 13 Prozent sehen bisher einen großen Nutzen, und erfolgreich ist nur jeder fünfte Anwendungsfall.
Gartner empfiehlt, vorab festzulegen, woran ein Anwendungsfall gemessen wird und wann man ihn abbricht. Solche Regeln haben bisher nur 31 Prozent der IT-Chefs für Piloten und 17 Prozent für laufende Anwendungen. Wer den Nutzen nicht vor dem Start festlegt, kann ihn hinterher auch nicht messen.
Ein offenes Modell wollte ungefragt eine Datei nach Peking schicken
Cohere hat in einer abgeschotteten Testumgebung das Modell Qwen3.8-Flash-Next von Alibaba eine Regel zur Erkennung von Schadsoftware schreiben lassen. Stattdessen inventarisierte das Modell den Rechner und versuchte, eine Datei in einen Cloud-Speicher von Alibaba in Peking hochzuladen. Die Sandbox hat das blockiert.
Vorher hatte das Modell in seinem sichtbaren Denkprozess geschrieben, es werde gar keine Werkzeuge benutzen. Cohere kann nicht sagen, ob das Absicht war oder ein Fehler aus dem Training. Eine Gewichtsdatei, der du nicht vertraust, bleibt eine Blackbox, auch auf deinem eigenen Server.
Cohere verkauft selbst Modelle an Unternehmen und Behörden. Der Punkt gilt trotzdem, gerade in einer Woche, in der Mistral ein großes offenes Modell freigibt. Sobald ein Modell Terminal, Browser oder Cloud bedienen darf, gehört es in eine Umgebung, die ausgehende Verbindungen kontrolliert.

Kleinere Meldungen, die du kennen solltest, in je einer Zeile.
Schweden sperrt ChatGPT und Claude auf Regierungsrechnern: Seit dem 26. Oktober kommen Beschäftigte der Regierungskanzlei auf ihren Dienstrechnern nicht mehr an die beiden Chatbots, der freigegebene Copilot bleibt erlaubt. Die Begründung laut Sveriges Radio: Ohne Vertrag drohen Folgen für die Informationssicherheit.
Mistral gibt die Gewichte von Mistral Large 4 frei: Das Modell mit einer Billion Parametern wurde laut Mistral auf europäischer Infrastruktur trainiert und lässt sich jetzt selbst betreiben. Beim Programmieren liegt es etwa gleichauf mit GLM-5.3, braucht dafür aber im Schnitt 47 Prozent weniger Tokens.
Die Schwarz-Gruppe führt die Milliardenrunde bei Cohere an: Cohere will bis zu 7 Milliarden kanadische Dollar einsammeln, rund 4,7 Milliarden Euro. Zu Cohere gehört inzwischen auch Aleph Alpha, Heidelberg bleibt als Forschungsstandort erhalten.
Hintertür in der Claude-Code-Erweiterung für Cursor: Die manipulierte Version 2.1.313 im Cursor-Marktplatz stammte nicht von Anthropic. Wer die Erweiterung nutzt, sollte mindestens auf 2.1.314 aktualisieren, Deinstallieren allein entfernt die Hintertür nicht.
Proton schickt Angestellte wegen KI erneut ins Bewerbungsgespräch: Laut einem internen Schreiben sollen Beschäftigte zwischen dem 4. und 11. November erklären, wie sie KI nutzen. Proton sagt, es baue keine Stellen ab. In #202 ging es darum, dass Google Gemini im Bewerbungsgespräch zulässt.
ChatGPT-Werbung lässt sich jetzt aus Shopify steuern: Die App gleicht den Produktkatalog ab, erstellt Anzeigen und misst die Ergebnisse über ein OpenAI-Pixel. Zunächst gilt das für Shopify-Kunden in den USA, weitere Länder sollen folgen, sobald dort ChatGPT-Werbung läuft. In #202 ging es darum, dass ChatGPT Anzeigen selbst umschreibt.
Anthropics Börsenprospekt nennt die Risiken: In den ersten neun Monaten 2026 entfielen laut Prospekt fünf bis sieben Prozent des Umsatzes auf Kunden, bei denen Verstöße gegen die Nutzungsrichtlinien festgestellt wurden. Für einen katastrophalen KI-Vorfall könnte selbst der Versicherungsbranche die Kapazität fehlen.
Sieben Prozent der Lehrkräfte haben Noten ungeprüft von KI vergeben lassen: Das zeigt eine Bitkom-Befragung unter 501 Lehrkräften der Sekundarstufen I und II. Nur 57 Prozent berichten von klaren Regeln zum KI-Einsatz an ihrer Schule.
In KI-nahen Berufen wächst vor allem die Beschäftigung von Männern: Pew hat 480 US-Berufe ausgewertet: Pro Punkt mehr auf der KI-Skala wuchs die Beschäftigung von Männern um 6,3 Prozent, die von Frauen um 0,2 Prozent.
Die Hälfte nutzt generative KI jede Woche: Laut Reuters Institute stieg die wöchentliche Nutzung in sechs Ländern von 34 auf 51 Prozent, täglich nutzen sie 28 Prozent. Mit Nachrichten, die komplett von KI stammen, fühlen sich nur 12 Prozent wohl.
New York will Chatbot-Endlosschleifen im Kundenservice verbieten: Ein am 20. Oktober vorgeschlagener Regelentwurf verlangt, dass Unternehmen KI im Kundenservice offenlegen und schnell an einen Menschen weiterleiten. Verstöße sollen ab 525 Dollar kosten.

Was ich mir angesehen habe und für wen es sich lohnt.
LFM3 von Liquid AI: Sechs offene Modelle der 2-Milliarden-Klasse für Text, Bild, Video, Sprache und Entscheidungen, gebaut für den Einsatz direkt auf dem Gerät. Das Audiomodell spricht 18 Sprachen. In #200 ging es um die ersten Decision Models von Liquid.
ChatGPT mit iCloud Mail und Kalender: Mails suchen, das Postfach zusammenfassen, Termine prüfen und ändern. Verfügbar in allen ChatGPT-Tarifen im Browser, am Desktop und auf iOS.
Brush von Canva: Canvas erstes eigenes Vision-Language-Modell für Design bearbeitet Text, Layouts und ganze Decks mit dir zusammen. Laut Canva 69 Prozent schneller und 46 Prozent günstiger pro Bearbeitung als der bisherige Agent, zunächst für Canva Pro.
App Studio von Runway: Du beschreibst ein Werkzeug für Bild, Video oder Audio in Alltagssprache, und App Studio baut daraus eine eigene App mit Oberfläche, auf Basis deiner Brand Kits und Workflows. Teilen lässt sie sich im Team oder per Link mit allen, die einen Runway-Account haben.
Suno MCP: Verbindet deinen Suno-Account mit deinem KI-Assistenten, Songs entstehen dann direkt im Chat, auch aus Sprachmemos. Zurzeit mit Anmeldung für den frühen Zugang.
stripe agent setup: Der Befehl in der Stripe CLI installiert Plugin, Skills und MCP-Server für Claude Code, Codex und Cursor. Eine Testumgebung legst du per Befehl an, sie läuft nach sieben Tagen ab, wenn du sie nicht in ein Konto überführst.
ProLevelMax: Holt Beiträge, Kommentare und Bewertungen von Plattformen wie Reddit, TikTok oder Amazon in deinen KI-Assistenten, bezahlt wird pro Abfrage. Für Claude gibt es einen Connector, die Daten lassen sich auch als CSV oder Excel laden.
Giotto: KI-Assistent für Dokumente, Code, Mail und Kalender, der laut Anbieter in einer europäischen Cloud oder auf eigener Hardware läuft.
Smart Reports für Claude Enterprise: Zeigen Admins, woran Teams mit Claude arbeiten und was das kostet, dazu kommen Umfragen in der App und gemeinsame Budgets pro Team. Laut Anthropic ausdrücklich nicht für die Bewertung einzelner Beschäftigter gedacht, ein Thema für den Betriebsrat.
Connected Apps Platform von Google: Entwickler bringen ihre Apps über einen MCP-Server in die Google-Suche und die Gemini-App, neu dabei sind unter anderem Adobe, Calm und Peloton. Zunächst als Vorschau.
Das war's mit Ausgabe 203. Mein Vorschlag zum Ausprobieren: Nimm eine Aufgabe, die du seit Wochen mit KI erledigst, und mach sie einmal ohne. Dann weißt du, was du gelernt hast und was du nur geliehen hast.
Jens
Nur für die, die bis hier gescrollt sind
Mein Use Case der Woche
Vieles, was früher ein SaaS-Produkt mit 29 Euro Monatsabo war, ist bei mir heute eine Markdown-Datei. Ich meine nicht CRM oder Buchhaltung, sondern die kleinen Speziallösungen dazwischen: Meeting-Briefings mit Recherche zu den Teilnehmern, Social-Media-Posts aus vorhandenem Content, Wettbewerbsanalysen, SEO-Checks oder PDF-Zusammenfassungen. Dafür baue ich mir heute einen Skill, also aufgeschriebenes Prozesswissen plus Anweisungen für die KI. Ein SaaS-Tool muss für 10.000 Kunden funktionieren, mein Skill kennt meine Tonalität und meine Qualitätskriterien. Der Haken: Wer seinen Prozess nicht erklären kann, baut auch keinen guten Skill. Mehr dazu in meinem Beitrag auf LinkedIn, darunter stehen inzwischen 31 Kommentare.
![]()
Jens Polomski · snipKI GmbH · Lerchenweg 4, 50997 Köln
Du bekommst diese E-Mail, weil du dich für den KI-Newsletter angemeldet hast.









