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Google I/O 2026: Alles, was heute angekündigt wurde — im Klartext

Jens Polomski10 min
Worum es geht

Gemini 3.5 Flash zum halben Preis, ein 24/7-Agent (Spark), 1 Mrd. MAU im AI Mode, Universal Cart, AR-Brillen, eigene TPUs der 8. Generation. Die Google-I/O-2026-Keynote als kompakte Übersicht — sortiert nach dem, was du als Marketer wirklich wissen musst.

Kategorie · NewsTag · GoogleVeröffentlicht · 2026
Im Detail
Sundar Pichai Keynote bei Google I/O 2026
Sundar Pichai eröffnet die Google I/O 2026. Quelle: blog.google.

Sundar Pichai hat heute zwei Zahlen gezeigt. 3,2 Billiarden Tokens pro Monat, sieben Mal mehr als letztes Jahr. Und 180 bis 190 Milliarden Dollar Capex für 2026, das Sechsfache von 2022. Token-Volumen alleine sagt wenig (Bots zählen mit, automatisierte Loops auch). Capex schon. Google baut Silikon in einer Größenordnung, bei der OpenAI bei Nvidia einkaufen muss (Pichai, blog.google).

Die komplette Keynote auf YouTube. Wenn du nur eines davon anschaust, dann den AI-Mode-Block ab Minute 23.

21 Pressemitteilungen sind heute aus Mountain View rausgegangen. Wenn du in einem deutschen Marketing-Team arbeitest, brauchst du vier davon: AI Mode, Spark, Universal Cart, Provenance. Dazu kurze Abschnitte zu den Modellen (Gemini 3.5 und Omni) und zu Workspace Voice, weil sie alles andere antreiben. Den Rest fasse ich unten in einer Tabelle zusammen.

1. AI Mode: die Box, die Google seit 25 Jahren nicht angefasst hat

Liz Reid hat heute zwei Zahlen genannt: AI Mode hat eine Milliarde monatlich aktive Nutzer. Die Queries verdoppeln sich jedes Quartal (Google Search Blog).

AI Mode Suche Visual
Google bündelt Suchmaschine + KI in einer Box. Quelle: Google Blog.

Vier Änderungen, die für SEO und KI-Marketing zählen.

Die Such-Box selbst ist umgebaut. Sie wächst dynamisch mit, schlägt KI-Vorschläge statt klassisches Autocomplete vor und nimmt Text, Bilder, Files, Videos sowie Chrome-Tabs als Input. Conversational Follow-ups laufen direkt aus dem AI Overview. Das ist heute live, weltweit, Desktop und Mobile. Google nennt es das größte Update seit 25 Jahren. Auch wenn man die Eigenwerbung abzieht, ist es das erste Mal seit Universal Search 2007, dass die Input-Box selbst angefasst wurde.

Gemini 3.5 Flash ist außerdem ab heute das Default-Modell im AI Mode, global. Das heißt: Die Antwort-Qualität verändert sich diese Woche, ohne dass es im Such-Ranking sichtbar wird. Wer Tracking auf "ist mein Snippet noch im Overview" baut, sieht in den nächsten Tagen Bewegung, die nichts mit eigenen Änderungen zu tun hat.

Ab Sommer 2026 kommen Information Agents für AI Pro und Ultra. Das sind Agenten, die Web, News und Social für dich monitoren und melden, wenn sich was ändert. Im B2B heißt das: Lead-Scoring mit Stundenlatenz statt Tagen. Im selben Quartal kommt Generative UI in Search, gratis. Search baut dann für laufende Projekte eigene Layouts und persistente Dashboards.

Die wichtigste Zahl kam fast nebenbei: AI Overviews sind bei 2,5 Milliarden monatlich aktiven Nutzern. Wer noch Keyword-Briefs schreibt statt Antwort-Briefs, baut für 2024. Ich habe das vor ein paar Tagen im offiziellen GEO-Leitfaden von Google durchexerziert. Der wichtigste Satz daraus, weil er den Beraterstreit der nächsten Monate vorwegnimmt: "Optimizing for generative AI search is still SEO."

"We shared the next step in our journey to bring together the best of a search engine with the best of AI."
— Liz Reid, VP Search

2. Gemini Spark — und die Datenschutz-Diskussion, die du gerade nicht führst

Spark ist Googles Versuch, Gemini von einem Assistenten in einen Agenten zu verwandeln. Was heißt das konkret? Der Agent läuft nicht auf deinem Gerät, sondern auf dedizierten Google-Cloud-VMs. Wenn dein Laptop zu ist, arbeitet er weiter (Google Labs).

Gemini Spark Launch-Partner: Canva, OpenTable, Instacart
Spark Launch-Partner über MCP — Canva, OpenTable, Instacart.

Technisch sitzt darunter Gemini 3.5 Flash und der Antigravity-Harness. MCP-Connectors gibt es zum Start für Canva, OpenTable und Instacart. Steuern kannst du den Agenten per E-Mail oder Chat. Bei Aktionen, die Geld kosten oder eine Mail rausschicken, fragt er zurück.

Die Demo-Beispiele aus der Keynote: Kreditkarten-Abrechnungen auf versteckte Abos scannen, eine Schul-Inbox sortieren, Meeting-Notes synthetisieren und im selben Schritt das Docs-Dokument und die Antwortmails entwerfen. Das ist nützlich. Das ist auch ein Datenschutzvorfall mit Anlauf, wenn es niemand vorher durchdacht hat.

Wenn ein Agent auf einer Google-VM mit Zugriff auf deine Gmail-Inbox autonom ein OpenTable-Reservat macht: Wer haftet, wenn er das falsche Restaurant bucht? Welcher AVV-Vertrag deckt die Verarbeitung auf dieser VM? In welche EU-AI-Act-Risikoklasse fällt das? Heute hat niemand die Antworten. Die musst du in den nächsten Monaten mit IT und Datenschutzbeauftragtem klären, bevor Spark in echte Workflows kommt.

Beim Rollout: Trusted Tester ist diese Woche, Beta für AI Ultra in den USA nächste Woche, voller Rollout Sommer 2026. Für DACH heißt das realistisch September oder Oktober als erster Touch. Ernsthaft im Workflow testen wirst du im Q4.

"From assistant that can answer your questions into an active partner that does real work on your behalf and under your direction."
— Josh Woodward, VP Google Labs

3. Universal Cart: Google ruft Geschäfte für dich an

Vidhya Srinivasan hatte heute die Zahlen, mit denen sich Google im Commerce-Markt selbst erklärt: eine Milliarde Shopping-Transaktionen pro Tag, 60 Milliarden Produkte im Shopping Graph (Google Shopping Blog).

Universal Cart Hero
Universal Cart: ein Warenkorb über Search, Gemini, YouTube und Gmail. Quelle: Google Shopping Blog.

Universal Cart ist ein Warenkorb über Search, Gemini, YouTube und Gmail. Das System merkt sich Preise im Hintergrund, schickt Stock-Alerts und prüft auf Kompatibilität, etwa bei PC-Komponenten. Bezahlt wird entweder über Google Pay (bei ausgewählten Marken) oder direkt auf der Händler-Seite. Bei den Launch-Partnern findest du Nike, Sephora, Target, Ulta Beauty, Walmart, Wayfair sowie Shopify-Händler wie Fenty und Steve Madden.

Das wirklich Neue ist das Agent Payments Protocol (AP2). Es definiert Spending Limits, Brand- und Produkt-Restrictions sowie "tamper-proof digital mandates" mit Audit-Trail. Die erste Anwendung ist Gemini Spark, in den kommenden Monaten.

Beim Agentic Calling musste ich zweimal hinschauen. In den USA können Suchende bei lokalen Anfragen (Spielzeug, Health & Beauty, Elektronik) auf "Let Google call" tippen. Google ruft den Laden an, stellt die Fragen, schickt das Ergebnis per SMS oder Mail zurück (Shopping-Blog). Das ist nicht in DACH. Wahrscheinlich kommt es nie in der gleichen Form. Aber es legt das Muster für einen Konflikt fest, der hier in zwei oder drei Jahren ansteht: Wenn der Kunde eigentlich Google fragt und nicht mehr deinen Vertrieb.

Das Universal Commerce Protocol (UCP) expandiert in den nächsten Monaten nach Kanada und Australien, später nach Großbritannien. Deutschland ist nicht datiert. Trotzdem landen Shopify-Händler im Hintergrund schon im Universal-Cart-Index, weil Google sich die Shopify-Integration explizit als Partner gesichert hat.

4. SynthID wird Industrie-Norm

Die Provenance-News kam heute auf Folie 47, nicht in der Highlight-Reel. Ich glaube, sie wird die meisten kompetenten Marketing-Teams in DACH in den nächsten zwölf Monaten beschäftigen (Trust & Safety Blog).

Die Zahlen, die Google nennt: 100 Milliarden Bilder und Videos sind bisher mit SynthID gewatermarkt, 60.000 Jahre an Audio. Der SynthID Detector in Gemini wurde 50 Millionen Mal benutzt. Menschen erkennen High-Quality-Deepfakes laut Googles eigener Studie nur in rund 25 Prozent der Fälle.

Neu seit heute: OpenAI, Kakao und ElevenLabs unterstützen SynthID, zusätzlich zu Nvidia für Cosmos. Das ist die erste Branchen-Allianz in dieser Größe und wahrscheinlich die Vorlage für jede DSGVO-, EU-AI-Act- und Watermarking-Diskussion der nächsten zwölf Monate. SynthID ist damit kein deutsches Tool und auch kein Google-Feature mehr. Es ist eine Spec, der Google beigetreten ist.

Bei Content Credentials (C2PA) geht es parallel weiter. Pixel-8-, -9- und -10-Videos bekommen sie nativ. Search und Chrome bekommen die Verifikation in den kommenden Monaten. Meta kennzeichnet Camera-Captured Media auf Instagram bereits mit Content Credentials.

Für die Praxis: Ich habe schon vor einer Weile beschrieben, warum SynthID-Watermarks alleine das Deepfake-Problem nicht lösen, und warum trotzdem jeder Marketer wissen sollte, wo der Detector sitzt. Diese Woche wird die Frage konkret. Wenn OpenAI ab heute SynthID nutzt, kannst du DALL-E-Bilder serverseitig erkennen und in deinem CMS taggen, statt zu vertrauen, dass die Redaktion das macht.

Gemini 3.5 Flash schlägt das alte Pro, kostet die Hälfte

Auf einer Forschungs-Folie kam heute der Satz, der den Markt verändert: Gemini 3.5 Flash schlägt das alte 3.1 Pro auf fast allen Benchmarks. Flash kostet aber weniger als die Hälfte vergleichbarer Frontier-Modelle und liefert Tokens viermal schneller (Google DeepMind).

Gemini 3.5 Flash Benchmark-Vergleich
Benchmark-Animation aus dem offiziellen DeepMind-Blog. Flash schlägt das ältere Pro fast überall.

Konkret in Zahlen: 76,2 Prozent auf Terminal-Bench 2.1, 1656 Elo auf GDPval-AA, 83,6 Prozent auf MCP Atlas, 84,2 Prozent multimodales Reasoning auf CharXiv. Google rechnet selbst vor, was das bedeutet: Wenn ein Unternehmen 80 Prozent seiner Token-Workloads vom alten Pro auf das neue Flash schiebt, spart es bei einem Volumen von einer Billion Tokens über eine Milliarde Dollar pro Jahr. Wer in einem deutschen Konzern mit laufendem Gemini-Vertrag sitzt, hat damit einen Re-Negotiation-Hebel.

In Antigravity läuft eine spezialisierte Flash-Variante, die laut Google zwölfmal schneller arbeitet als andere Frontier-Modelle. Aktuell setzen das schon ein: Shopify (Forecasts), Macquarie Bank (Onboarding), Salesforce (Agentforce), Ramp (OCR), Xero (1099-Workflows) und Databricks (Daten-Diagnose).

Verfügbar ab heute ist Flash in der Gemini-App als neues Default-Modell, im AI Mode in Search global, in Antigravity sowie in der Gemini API über AI Studio und Android Studio. Gemini 3.5 Pro kommt im Juni 2026.

Gemini Omni: ein Modell für alle Eingabe-Arten

Google hat heute sein erstes echtes Omni-Modell vorgestellt. Es heißt Gemini Omni Flash, kombiniert Text, Bild, Audio und Video als Input und liefert Video als Output. Bild- und Text-Output sind angekündigt (DeepMind).

Gemini Omni Vorstellung
Gemini Omni — multimodale Generation in einem Modell. Quelle: Google Blog.

Zwei Features sind für deutsche Content-Studios sofort relevant. Erstens lässt sich Charakter-Physik per Sprache editieren. Du sagst "lass die Frau im roten Mantel langsamer drehen", und das Modell ändert die Szene ohne Re-Render. Damit fällt ein Teil der Post-Production weg, die heute in Premiere oder DaVinci passiert. Zweitens kannst du Custom AI Avatars erstellen, also digitale Doubles mit konsistenter Stimme und Look über mehrere Clips. Für Personal-Branding-Videos, Erklärclips und Sales-Demos ist das deutlich näher an Produktionsqualität als das, was Suno oder ElevenLabs aktuell liefern.

Wichtig: Alle Outputs tragen SynthID-Watermark. Kombiniert mit dem OpenAI-Beitritt (siehe oben) heißt das, Provenance ist ab heute Default, nicht mehr Wettbewerbsvorteil.

Verfügbar ist Omni Flash heute für Google AI Plus, Pro und Ultra in der Gemini-App und in Google Flow. Gratis kommt es ab dieser Woche in YouTube Shorts und YouTube Create. Developer- und Enterprise-APIs folgen in den nächsten Wochen.

Docs Live, Gmail Live, Keep Voice: Workspace bekommt Stimme

Vier Milliarden Menschen nutzen heute laut Yulie Kwon Kim Gmail, Docs und Drive (Workspace-Blog). In genau dieser Nutzerbasis bringt Google im Sommer einen Voice-Layer auf den Markt.

Google Workspace I/O Updates
Workspace mit Voice-Features und neuem Bildtool "Google Pics".

Das Headline-Feature heißt Docs Live. Du sprichst einen verbalen Brain Dump in Google Docs, und Gemini strukturiert ihn live in Überschriften, Bullets und Tabellen. Mit deiner Erlaubnis greift es auf Gmail, Drive, Chat und Web zu, um Lücken zu schließen. Konkretes Beispiel aus der Demo: "Ich brauche ein Briefing für den Kundentermin morgen, ziehe den Stand aus den letzten drei Mails." Docs baut das Dokument, ohne dass du den Tab wechseln musst.

Gmail Live macht dasselbe für die Inbox: per Stimme suchen ("Was stand in der letzten Mail vom Steuerberater?" oder "Gab es diese Woche eine Absage?"). Sinnvoll im laufenden Workflow, nicht beim Aufräumen. Keep Voice wandelt Sprachnotizen direkt in strukturierte Listen. Praktisch für alle, die heute schon Voice Memos diktieren und nachher manuell sortieren.

Dazu kommt ein neues Bildtool namens Google Pics, das auf Nano Banana basiert. Es kann Objekte segmentieren (also einzeln editieren) und Text in Bildern direkt bearbeiten, inklusive Übersetzung im Layout. Slides- und Drive-Integration ist mitgedacht.

Bei der Verfügbarkeit: Die Voice-Features kommen im Sommer 2026 für AI Pro und Ultra sowie für Workspace Business in einer Preview. AI Inbox in Gmail ist heute live für AI Ultra in den USA, Plus und Pro USA folgen ebenfalls heute. Workspace Enterprise Plus läuft als Preview. Google Pics ist heute im Trusted Tester, global ab Sommer 2026. Für deutsche KMU heißt das: ernsthaft testbar im Q3. Genau das Quartal, in dem ihr den Workspace-vs.-Microsoft-365-Vergleich neu rechnen solltet.

Schnelldurchlauf: alles andere aus der Keynote

Was Google heute sonst noch rausgehauen hat — komprimiert. Was du tatsächlich brauchst, steht in der DACH-Sektion danach.

ThemaWas es bedeutetVerfügbarQuelle
AI Ultra $100 (NEU)Neuer Tier zwischen Pro und dem alten $200-Ultra. 5× Pro-Limits, Antigravity Priority, 20 TB Storage, Gemini Spark (USA). Abrechnungsmodell wechselt auf "compute-used" — alle 5h Refresh, dann Routing auf kleinere Modelle.HeuteGoogle One
Android HaloSubtile UI am oberen Bildschirmrand zeigt Agent-Status (Live Mode, Tasks, Messages). Funktioniert mit Spark + Drittagenten.Herbst 2026Android-Blog
Audio Glasses (Gentle Monster + Warby Parker)Erste Android-XR-Brillen mit Samsung/Qualcomm, "Hey Google" oder Frame-Tap, Turn-by-Turn-Nav, Echtzeit-Übersetzung. Funktioniert mit Android und iOS.Herbst 2026 (Audio); Display-Variante undatiertAndroid XR
TPU 8t + 8iEigene Silikon-Schicht der 8. Generation. 8t (Training): 9.600 Chips/Pod, 121 ExaFlops, Skalierung auf 1 Mio. TPUs via Virgo Network. 8i (Inference): 80 % besseres Performance-per-Dollar.GA "später 2026"Cloud-Blog
Antigravity 2.0 (Desktop, CLI, SDK)Parallel Tasks, Scheduled Background Automation, programmatischer Zugriff auf den Agent-Harness. $100 Bonus Credits bis 25. Mai 2026.HeuteDeveloper Highlights
AI Studio Vibe Coding (Android)Prompt → Kotlin + Jetpack Compose, In-Browser-Emulator, Direct-Push zum Play Internal Track. 2 Apps gratis auf Google Cloud ohne Kreditkarte.HeuteAI Studio Blog
Managed Agents in der Gemini APIEin API-Call provisioniert eine isolierte Linux-Sandbox mit Agent-Harness. Custom Skills über AGENTS.md / SKILL.md.Preview heuteManaged Agents
Chrome (15 Updates)Highlights: WebMCP (Origin Trial Chrome 149) — Websites geben Tools an Browser-Agenten; Prompt API stabil mit Gemini Nano multimodal; Auto Browse für Android (Termine, Tickets, Parking).Origin Trials + Chrome 147/148/149Chrome Dev Blog
Stitch + Flow + Flow MusicStitch: Real-time Design-Agent, Export zu Antigravity oder Netlify. Flow: Video mit Omni-Integration. Flow Music: Section-by-Section-Editing ganzer Tracks (Modell: Lyria 3 Pro).Heute (Stitch global), Flow Music iOS heute (Android folgt)Flow Updates
Gemini for ScienceCo-Scientist (Hypothesis-Tournament), AlphaEvolve + ERA, NotebookLM-Integration, 30+ Datenbanken. Kunden: BASF, Klarna, Bayer Crop Science, Stanford, Imperial College London.Heute (labs.google/science)Science-Blog
Gemma Running AgentLauf-Assistent mit Gemma 4 für blinde und sehbehinderte Athleten. Spatial Reasoning + Echtzeit-Umgebung. Kein menschlicher Guide, keine Leitlinie nötig.PilotphaseDeepMind (Press Site)
TPU 8t und TPU 8i — die neue Generation
TPU 8t (Training) und TPU 8i (Inference) — die Compute-Schicht, auf der die Demos von oben laufen.

"By customizing and co-designing silicon with hardware, networking and software… we can deliver dramatically more power efficiency and absolute performance."
— Amin Vahdat, SVP Chief Technologist

Was das für deutsche Marketing-Teams in den nächsten sechs Monaten heißt

Wenn ich aus heutiger Sicht für Q3 ein Briefing schreiben müsste, würde es ungefähr so aussehen.

Erstens: AI Mode ist keine Such-Disziplin der Zukunft, sondern bereits laufendes Business. Eine Milliarde monatlich aktive Nutzer, dreimal so lange Queries, Brainstorming-Anfragen wachsen 30 Prozent schneller als der Such-Durchschnitt. Wer aktuell noch Keyword-Briefs schreibt, hat das Memo verpasst.

Zweitens: Agentic Commerce kommt nach Deutschland, aber später. Universal Cart startet in den USA, das Universal Commerce Protocol expandiert in den nächsten Monaten nach Kanada, Australien und Großbritannien. Deutschland ist nicht datiert. Wer Shopify nutzt, landet trotzdem im Hintergrund im Index, weil Google sich die Integration gesichert hat. Wer ein eigenes Custom-Shopsystem fährt, hat den größeren Hebel — und das größere Problem.

Drittens, und das ist die Sektion, die ich aktuell mit den meisten Kunden hier diskutiere: Spark ist erst einmal eine Datenschutz-Frage, dann ein Tool. Bevor ein Agent auf einer Google-VM auf Gmail oder Drive zugreift, brauchst du eine AVV-Klärung und eine EU-AI-Act-Einstufung. Plan das jetzt mit Datenschutz und IT-Sicherheit ein. Sonst entscheidest du nicht in Q4, sondern in Q1 2027.

Viertens: Provenance ist heute Industrie-Norm, kein Google-Feature mehr. SynthID und C2PA werden von OpenAI, Meta, Kakao, ElevenLabs, Nvidia und Google getragen. Wer in DACH heute KI-Bilder oder -Audio veröffentlicht, sollte den SynthID Detector in den Publishing-Workflow einbauen — egal aus welcher Quelle das Asset kommt.

Fünftens: Das Subscription-Modell wechselt von "X Prompts pro Tag" auf "compute-used". In den Kostenstellen der Vertriebs- und Service-Teams brauchst du jetzt Cost-Caps und Pay-as-you-go-Budgets statt Pauschallizenzen. Wer Q3-Forecasts macht, sollte das Modell mit Finance vorher durchspielen.

Was du diese Woche konkret machen kannst

Wenn du heute Abend eine Stunde Zeit hast, schau dir den AI-Mode-Block der Keynote an (ab Minute 23). Eine Stunde, eine konkrete Frage für den nächsten SEO-Termin. Falls du auf Mac arbeitest, installiere die Gemini macOS App und teste, wie sich 3.5 Flash gegen dein bisheriges Default-Modell schlägt.

Im Juni würde ich Gemini 3.5 Pro für API-Workloads evaluieren, sobald es allgemein verfügbar ist. Im Sommer, wenn Spark und die Information Agents in DACH ankommen, mit AVV-Vertrag in der Schublade testen, nicht erst danach.

Falls du gerade an einem Q3-Plan oder einer KI-Roadmap sitzt, und nicht sicher bist, wo du anfangen sollst: Schreib mir kurz, was bei euch ansteht. Ich antworte werktags innerhalb von 24 Stunden.

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